Lotte. Auch wenn das Jahr 2016 mit drei Niederlagen aus vier Punktspielen nicht so glanzvoll endete, wie es in elf Monaten zuvor verlaufen war, hat SF Lotte nach dem 1:3 (0:0) im attraktiven Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg allen Grund, sich in der ersehnten Winterpause zufrieden zurück zu lehnen. – Hinrundenende auf Rang neun: Magdeburgs Trainer gratuliert Lotte zum „sensationellen Jahr“

Danke für ein geiles Jahr“, stand auf einem Transparent, dass die Lotter Fans am Samstag im Frimo-Stadion hochhielten. Die Lotter Spieler bedankten sich, indem sie nach der siebten Saisonniederlage auf einem Banner „Frohe Weihnachten & ein gutes neues Jahr“ wünschten. Sie alle zusammen hatten im vergangenen Sommer wohl kaum damit gerechnet, dass der Drittliga-Neuling in der Hinrunde mit 28 Punkten eine solch starke Basis im Kampf um den Klassenerhalt schaffen würde. „Wir sind im DFB-Pokal-Achtelfinale, im Westfalenpokal-Viertelfinale und belegen einen einstelligen Tabellenplatz in der 3. Liga. Ich glaube, besser kann es nicht laufen. Da kann man schon stolz sein“, betonte SFL-Trainer Ismail Atalan, der selten nach einer Niederlage so ausgeglichen wirkte wie am Samstag nach dem temporeichen 90-Minüter gegen den stark aufspielenden und verdient siegenden Aufstiegskandidaten.

„Jeder ist froh, jetzt zur Ruhe zu kommen, nachdem wir im Sommer nur zwölf Tage Pause hatten“, sagte Spielmacher Kevin Pires-Rodrigues, der nach 34 Minuten wegen einer Fußprellung ausgewechselt wurde: „Jetzt freue ich mich, in Köln mit meiner Familie und Freunden Weihnachten feiern und die Freizeit genießen zu können.“
Magdeburgs Trainer Jens Härtel begann nach dem fünften Sieg in Serie und dem Sprung auf Tabellenplatz zwei sein Statement auf der Pressekonferenz mit einem „Glückwunsch an Lotte für ein sensationelles Jahr“. Gerade am Ende der Partie habe man gesehen, warum Lotte in der Hinrunde satte 28 Zähler gesammelt hat.
In der Tat hatten die in der ersten Hälfte harmlosen Sportfreunde nach dem 0:2-Rückstand per Doppelschlag durch die Tore von Christian Beck (47.) und Julius Düker (49.) gezeigt, was in ihnen steckt. Die Einwechslung von Bernd Rosinger (58.) brachte Schwung, der Stürmer verpasste mit einem 20-Meter-Schuss den Anschlusstreffer knapp (66.). Nachdem Kevin Freiberger und erneut Rosinger (75.) Chancen liegen ließen, sorgte Kapitän Gerrit Nauber per Abstauber nach einem so eben noch parierten Freistoß von André Dej für das 1:2 (81.). Lotte drückte in der packenden Schlussphase auf den Ausgleich, doch in der Nachspielzeit sorgte FCM-Joker Tarek Chahed für die von den 1500 stimmungsvollen Gästefans gefeierte Entscheidung.

Weil die Gäste reifer und torgefährlicher agierten – in der ersten Hälfte hatte Lottes bärenstark aufgelegter Keeper Benedikt Fernandez einen schwachen Elfmeter von Marius Sowislo nach Foul von Moritz Heyer an den starken FCM-Torjäger Christian Beck gehalten (16.) – war ihr Sieg im temporeich und elanvoll geführten Duell verdient. Letztlich waren für Lotte die beiden ersten Gegentore in den drei schläfrigen Minuten nach der Pause eine zu hohe Hypothek.
Am 5. Januar steigt der Tabellenneunte in die Rückrundenvorbereitung ohne Trainingslager ein. Ginge es nach Atalan, wäre dann bereits ein zusätzlicher Stürmer an Bord – Saliou Sané gilt weiter als Kandidat. –

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