Neue Wende im Fall des Magdeburger HĂŒpfgate: Laut einem baudynamischen Gutachten muss die MDCC-Arena umgebaut werden. Sonst könnten Personen- und BauwerksschĂ€den nicht ausgeschlossen werden. Das teilte die Stadt Magdeburg am Freitag mit.

Beim Heimspiel gegen Hansa Rostock am 5. November hatten Messungen ergeben, dass die von hĂŒpfenden Fans ausgelösten Schwingungen ĂŒber der sogenannten Panikgrenze liegen, ab der ein subjektives GefĂŒhl der Unsicherheit erzeugt wird.

Das wurde nun in einer weiteren computersimulierten Berechnung bestĂ€tigt. Das heißt, dass bis zu einer abgeschlossenen Sanierung des Stadions die Fans des 1. FC Magdeburgs und deren Gegner auf den TribĂŒnen nicht hĂŒpfen dĂŒrfen.

Gutachten soll im Januar 2017 vorgestellt werden

Die Stadt Magdeburg wird nun eine bautechnische Planung veranlassen. Dabei sollen zwei LösungsansĂ€tze zur VerstĂ€rkung des Tragwerks untersucht werden sowie eine KostenschĂ€tzung und ein möglicher Realisierungszeitraum dargestellt werden. Die Entscheidung, ob und in welchem Umfang das Stadion saniert wird, liegt dann beim Stadtrat. OberbĂŒrgermeister Lutz TrĂŒmper will dem 1. FC Magdeburg und den Vertretern des Fanrates im Januar 2017 das Gutachten erlĂ€utern.

Wegen der Problematik stand das Derby zwischen dem 1. FC Magdeburg und dem Halleschen FC Ende November kurz davor, ein Geisterspiel ohne Zuschauer zu werden. Am Ende wurde doch gespielt und die Fans hielten sich an ihr Versprechen, nicht zu hĂŒpfen.

dpa

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.