Volksstimme vom 09.06.2015
Autor: Klaus Renner
FCM-Neuzugang aus Nordhausen versteht sich als Bindeglied

Er liebt die Sechser-Position, „weil man von da aus das Spiel dirigieren kann“, traf in der zurückliegenden Regionalliga-Saison für Wacker Nordhausen in 29 Punkt- spielen viermal und verstärkt ab Juli Drittliga-Aufsteiger 1. FC Magdeburg. Jan Löhmannsröben unterschrieb an der Elbe bis 2017.

Magdeburg l Jan Löhmannsröben zählte in den beiden letzten Aufeinandertreffen der Nordhäuser mit dem FCM zu den auffälligsten Spielern – zum einen wegen seines nicht alltäglichen Namens, vor allem aber wegen seiner Zweikampfstärke und seiner ausgeprägten Fitness. „Wir verfolgen den Weg von Mittelfeldspieler Jan Löhmannsröben bei Wacker Nordhausen in dieser Saison sehr intensiv und schätzen seine Dynamik und körperliche Präsenz im Zweikampf, dazu strahlt er regelmäßig Torgefahr aus“, schätzte Trainer Jens Härtel den Neuzugang ein. „Er hat sich gerade in dieser Saison toll entwickelt und macht in einem Regionalliga-Spitzenteam durchgängig mit guten Leistungen auf sich aufmerksam.“

Der 24-jährige Mittelfeldspieler, der in Kassel geboren wurde und in Berlin aufwuchs, machte seine ersten Fußballversuche bei den Potsdamer Kickers. Als B-Jugendlichen verschlug es ihn zu Hertha BSC, später zu Eintracht Braunschweig und zum VfB Oldenburg. 2012 lockte ihn Trainer Jörg Goslar zum damaligen Oberligisten Wacker Nordhausen. Den Südharzern gelang der Aufstieg in die Regionalliga. Dort spielte Löhmannsröben viermal gegen seinen jetzigen Verein, kam dabei mit Wacker zu einem Sieg, einem Remis und musste zwei Niederlagen quittieren – zuletzt die empfindliche 0:5-Heimschlappe in der Saison 2014/15. „Wir hatten einen grottenschlechten Tag, der FCM hat ein super Spiel gemacht und unsere Fehler brutal bestraft“, erinnert sich der 1,86 m große Löhmannsröben.

Da sein Vertrag bei Wacker Nordhausen zum Saisonende auslief, kam der Kicker mit dem Marktwert von 125 000 Euro (Transfermarkt.de) ablösefrei zu den Elbestädtern. Mit FCM-Torjäger Christian Beck und Abwehrspieler Christopher Handke ist der „Neue“ nach eigenen Worten gut bekannt. „Der FCM hat ein megageiles Stadion, überragende Fans und war für mich schon vor seinem Aufstieg ein Drittligaverein.“

Den Kontakt zu seinem neuen Verein hat sein Spielerberater vor dem 0:5-Spiel hergestellt: „Er rief mich an und sagte, der FCM hätte Interesse gezeigt. Aber das war damals für mich noch ein Wunschtraum.“ Der Traum ist nun Realität. Löhmannsröben hat einen Zweijahresvertrag in der Tasche, kann nun beim FCM seinen Wunsch in die Tat umsetzen: „Meine Lieblingsposition ist das zentrale Mittelfeld. Ich liebe die Sechser-Position. Von dort aus lenkt man das Spiel, hat viele Zweikämpfe und ist das Bindeglied zwischen Angriff und Abwehr.“

In seine Wohnung an seinem neuen Arbeitsort zieht der FCM-Neuzugang nach seinem Bulgarien-Urlaub gerade „nach und nach“ ein. Ab 22. Juni zum Trainingsauftakt lebt er in Magdeburg.

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