Wenn der Drittligist 1. FC Magdeburg zum Nachholspiel beim FC Carl Zeiss Jena antritt, ist Jan Löhmannsröben ganz besonders heiß.

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Jena/Magdeburg l Bis zum Sommer 2017 trug der Mittelfeldspieler noch das FCM-Trikot. Der 26-Jährige könnte dabei auf Dennis Erdmann, seinen Nachfolger in Magdeburg, treffen.

Löhmannsröben sorgte kürzlich für Aufsehen, als er seine Wohnung in Jena beim Online-Auktionshaus ebay anbot. Steht er nach einem Jahr beim Aufsteiger bereits wieder vor einem Wechsel? Der Mittelfeldspieler gibt Entwarnung. „Ich habe mir in Berlin eine Wohnung zugelegt und mich deshalb in Jena verkleinert“, sagt er. Ein Hintertürchen für einen Abschied gibt es aber dennoch: „Im Fußball weiß man nie, es kann sehr schnell gehen.“

In Magdeburg, wo Löhmannsröben von 2015 bis 2017 unter Vertrag stand und Publikumsliebling war, lief es für ihn nicht immer glatt. Weil er auch neben dem Platz Schlagzeilen produzierte, zerschlug sich die eine oder andere Wechselmöglichkeit.

Vom Abräumer zum Spielmacher

Der in Kassel geborene Mittelfeldspieler hat daraus aber gelernt und sich in Jena weiterentwickelt. „Ich bin jetzt vielmehr Spielmacher als nur der Abräumer, der ich in Magdeburg war“, betont er. „Ich spiele viel mehr Fußball und übernehme auf dem Platz noch mehr Verantwortung.“ Ein Tor und sieben Vorlagen in 30 Spielen unterstreichen seine enorme Bedeutung für den Aufsteiger.

Das Ostderby heute (Hinspiel 2:0 für den FCM) gegen seinen Ex-Verein ist für Löhmannsröben natürlich etwas Besonderes. Schon im Vorfeld animierte er die Fans, ordentlich Stimmung zu machen und betonte dabei, wie wichtig ihm das Duell ist. „Ich bin voll einsatzbereit, ausgeruht und will mit Jena natürlich einen Sieg feiern“, sagt er.

Duell mit seinem Nachfolger?

Dabei könnte es auch zum Duell mit seinem Nachfolger in Magdeburg, Dennis Erdmann, kommen. „Ich kann einige Aussagen von ihm nicht nachvollziehen, zum Beispiel, dass er sich lieber Curling als die Champions League anschaut. Ich denke, dass jeder von uns froh wäre, wenn er in der Champions League auflaufen dürfte“, betont Löhmannsröben.

Für den Club hat er auch noch eine Botschaft parat. „Der FCM kann gerne aufsteigen, ich gönne es ihnen. Die drei Punkte bleiben jetzt aber in Jena“, kündigt Löhmannsröben an. In 17 Heimspielen hat Jena neun Siege, sechs Unentschieden und erst zwei Niederlagen verbucht. „In der ersten Saison hat für uns jetzt nur der Klassenerhalt gezählt. Wir könnten aber noch weiter oben stehen“, sagt er.

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