Charles Elie Laprevotte vom 1. FC Magdeburg stand beim 3:2 in Chemnitz zum ersten Mal in dieser Drittliga-Saison auf dem Rasen.

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Manuel Holscher

Manuel Holscher
Magdeburg l An die 71. Minute im Spiel des FCM in Chemnitz wird sich Charles Elie Laprevotte sicherlich noch lange erinnern. Er stand an der Seitenlinie und wurde für Björn Rother eingewechselt. „Ich habe mich total gefreut, dass ich endlich wieder spielen konnte“, sagt er. „Ich habe den Moment genossen und alles dafür gegeben, dass wir die Punkte sichern. Das ist uns dann ja auch zum Glück gelungen.“ Dass der Spieler mit der Rückennummer 23 vielleicht etwas übermotiviert war, wurde fünf Minuten nach seiner Einwechslung deutlich, als er etwas zu spät kam und nach einem Foul Gelb sah.

Verletzung im Juni

Für den 25-Jährigen war es die Saisonpremiere in der 3. Liga. Kurz nach Beginn der Sommervorbereitung Ende Juni passierte es. Im Training zog er sich einen Bruch im linken Mittelfuß zu. „Ich habe zwar gespürt, dass was passiert ist, hatte aber nicht damit gerechnet, dass es so schlimm ist“, erinnert sich der Mittelfeldspieler. Die hohen Ziele, die er sich gesteckt hatte, waren plötzlich ganz weit weg.

Dabei hatte er in dieser Saison eigentlich einen Stammplatz im Blick. „Ich war im Sommer hochmotiviert. Verletzungen gehören im Fußball aber leider dazu“, sagt Laprevotte. Im Januar verpflichtete der FCM den Franzosen vom SC Freiburg. Ein Bundesliga-spiel, am 4. Spieltag der Saison 2013/14 gegen den FC Bayern, bestritt er bisher. Vor seinem Wechsel nach Magdeburg wurde er auch eine Saison nach Münster ausgeliehen und bot dort starke Leistungen.

Beim FCM brauchte er ein paar Wochen, um sich an das System und den Spielstil zu gewöhnen. Ausgerechnet gegen Münster feierte er sein Startelfdebüt und erkämpfte sich nach einer kurzen Verletzungspause (Muskelfaserriss) einen Stammplatz im Saison-Schlussspurt.

Vertragsverlängerung im September

Dass die FCM-Verantwortlichen große Stücke auf Laprevotte halten, wird auch dadurch deutlich, dass der Vertrag während der Verletzungsphase Ende September vorzeitig bis 2020 verlängert wurde. „Dieses Zeichen des Vereins hat mir viel Vertrauen gegeben und Druck genommen, weil mein Vertrag sonst im Sommer 2018 ausgelaufen wäre“, betont er.

Zuletzt musste er sich in Geduld üben. Eigentlich hätte der Mittelfeldspieler Ende September, Anfang Oktober wieder auflaufen sollen. Einsätze im Landespokal waren erste Härtetests. Doch der Fuß reagierte immer wieder auf die gesteigerten Belastungen, eine Sehnenentzündung machte ihm zu schaffen. „Ich war zweimal bei einem Chiropraktiker in Wolfsburg. In Absprache mit unseren Physiotherapeuten wurde es dann Schritt für Schritt besser“, sagt Laprevotte.

Laprevotte sieht Dinge mit Abstand

Aus der Verletzungszeit hat er vor allem mitgenommen, die Dinge mit etwas mehr Abstand zu sehen. „Ich will jetzt in den beiden Saisonspielen bis zur Pause ein paar Minuten spielen und dann in der Winter-Vorbereitung wieder angreifen“, sagt der Ex-Freiburger. „Das wird aber nicht einfach, weil es die Jungs in den vergangenen Monaten gut gemacht haben.“

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