Der Sturm gewinnt Spiele, die Abwehr Meisterschaften – unter diesem Motto empfängt der 1. FC Magdeburg morgen (14 Uhr) den FSV Zwickau. Vorm Derby hauen sich die Verteidiger Christopher Handke (27/FCM) und Rene Lange (28/FSV) im BILD-Gespräch verbal die Bälle um die Ohren.

Bevor Lange im Sommer 2015 nach Zwickau wechselte, spielten beide zwei Jahre in Magdeburg zusammen. BILD: Worauf freuen Sie sich am meisten im Derby?

Handke: „Ich habe bislang vier Gelbe Karten gesammelt. Die fünfte habe ich mir extra für Rene aufgehoben.“

Lange: „In meiner Sünderkartei stehen auch vier. Wenn sich die Möglichkeit ergibt, kassiere ich die nächste gern, während ich dabei Christopher ausbremse.“

BILD: Zweiter gegen Vorletzter – die Rollen sind klar verteilt, oder?

Handke: „Unser Anspruch ist ein Heimsieg. Zuhause gewinnen wir ganz klar, ob 2:1 oder 5:0 ist mir egal.“

Lange: „Der FCM hat die Favoritenbürde und ist in der Pflicht, wenn sie oben dran bleiben wollen. Aber wir werden es ihnen so wenig einfach wie möglich machen. Danach drücke ich dem FCM die Daumen für den Aufstieg.“

BILD: Apropos: Für den FCM geht es um den Aufstieg, Zwickau steckt im Abstiegskampf…

Handke: „Der Auftaktsieg gegen Mainz hat den FSV sicher beflügelt. Aber auch wenn deren Selbstvertrauen nach der Hinrunde nicht das Größte sein wird, werden sie total motiviert hier anreisen. Vor unserer grandiosen Kulisse gibt jedes Team noch ein paar Prozent mehr.“

Lange: „Wir haben uns seit dem Saisonstart gefangen. Und den stabilsten Eindruck macht der FCM trotz seiner Riesen-Hinrunde derzeit nicht. Unsere Spielweisen ähneln sich, von der Robustheit und der körperlichen Stärke sind wir auf Augenhöhe.“

BILD: Einige Worte über Ihren Kollegen…

Handke: „Rene kann gute Standards treten, ist ein toller Fußballer. Er ist einer der wenigen Kollegen, mit denen ich wohl auch noch nach der Sportkarriere gut befreundet sein werde.“

Lange (lacht): „Naja, diese Meinung hat er exklusiv, zu einer Freundschaft gehören bekanntlich ja zwei Seiten. Aber im Ernst: Christopher ist sehr robust und stand nicht umsonst in fast allen Spielen in der Startelf.“

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