Montag, um 19.22 Uhr, zog der 1. FC Magdeburg die Konsequenzen aus der Zweitliga-Talfahrt und dem Absturz auf Platz 17, stellte mit sofortiger Wirkung Cheftrainer Jens Härtel (49) und Co-Trainer Ronny Thielemann (44) frei.

Schon Sonntag, nach dem 2:3 gegen Regensburg, hatte sich das Management dafür entschieden. Gestern segneten Aufsichtsrat und Präsidium den Vorschlag ab.

Geschäftsführer Mario Kallnik (44): „Mit Blick auf die Weiterentwicklung der Profimannschaft innerhalb des laufenden Wettbewerbs in der 2. Bundesliga haben wir nach fortwährender offener Analyse festgestellt, dass die für diese Saison gesteckten Ziele aktuell stark gefährdet sind. Im Ergebnis dessen haben wir die Entscheidung getroffen. Es ist und bleibt unser oberstes Ziel, auch in der Saison 2019/20 als Verein in der 2. Bundesliga zu spielen.“

Wie geht es jetzt weiter?

Kallnik zu einem möglichen Nachfolger: „Dazu wird der FCM zeitnah Auskunft geben.“

Nach BILD-Informationen gibt es zwei heiße Kandidaten. Ex-Dynamo-Coach Uwe Neuhaus (58). Für ihn spricht seine Zweitliga-Erfahrung. Aber er wäre keine Billiglösung. Auch Ex-FCM-Kicker Marco Kurth (40) ist eine Option.

Der U17-Trainer von RB Leipzig hat eine Ausstiegsklausel. Und mehrere FCM-Verantwortliche sind in letzter Zeit auf dem RB-Gelände gesichtet worden. Offiziell hieß es: zu Hospitations-Zwecken.

AUS FÜR HÄRTEL!

Und das könnte laut Vertragslage richtig teuer werden. Denn eine leistungsbezogene Option im am 18. Januar 2018 verlängerten Vertrag (bis Sommer 2019) lautet: Wenn der 1. FC Magdeburg bis 2019 mindestens 2. Bundesliga spielt, verlängert sich sein Vertrag automatisch um ein Jahr.

Wenn Jens Härtel diese Option zieht, müsste ihn der FCM sogar bis Sommer 2020 bezahlen. Oder über eine Abfindung verhandeln.

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