Philip Türpitz zeigte beim 1. FC Magdeburg gleich zu Saisonbeginn, was er drauf hat. Er wurde jetzt als bester Spieler der Saison geehrt.

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Magdeburg l Mit spektakulären Treffern wurde er schnell zum Leistungsträger. Nach einem Formtief im Herbst meldete er sich im Jahr 2018 zurück und verdiente sich dadurch den Titel als Spieler der Saison.

17 Tore in 34 Spielen

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Mit 17 Toren in 34 Spielen ist Philip Türpitz in der abgelaufenen Saison Top-Torjäger des FCM gewesen. Zudem verbuchte er auch noch acht Vorlagen. In den vergangenen elf Ligaspielen, von denen der Club zehn gewann, traf er zehnmal.

Damit hatte der 26-Jährige, der im vergangenen Sommer vom Chemnitzer FC nach Magdeburg kam, einen entscheidenden Anteil am Aufstieg und an der Meisterschaft. „Solche Geschichten schreibt nur der Fußball. Paderborn führte bis kurz vor Schluss und wir mussten gewinnen“, sagte Türpitz nach dem 1:0 in Lotte und dem Gewinn der Drittliga-Meisterschaft. „Nach dem Tor von Nils Butzen war es unglaublich, ein Tick emotionaler sogar als beim vorzeitigen Aufstieg im Spiel gegen Fortuna Köln.“ Die Spannung sei unglaublich hoch gewesen, da die Mannschaft den Titel unbedingt holen wollte. „Deshalb ist es einfach unbeschreiblich“, sagte er.

Türpitz kämpft immer weiter

Diese Einstellung umschreibt den Charakter von Türpitz sehr gut. Dem Offensivspieler war immer anzusehen, dass er den Erfolg unbedingt wollte. Selbst wenn die Beine kaum noch mitmachten, ging er auch kurz vor Schluss immer noch unangenehme Wege in die Defensive. Durch seine wichtigen Treffer im Jahr 2018 und seine Vielseitigkeit spielte er sich in den Vordergrund und wurde in Lotte vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) als Spieler der Saison ausgezeichnet. Türpitz erhielt 64 Prozent der abgegebenen Stimmen und setzte sich deutlich vor Sven Michel (SC Paderborn/30) und Manuel Schäffler (SV Wehen Wiesbaden/6) durch.

Aus einer Leistungsdelle im Herbst, die mit der Roten Karte im Derby gegen den Halleschen FC am 25. November ihren Tiefpunkt erreichte, zog er sich durch harte Arbeit heraus. Der Spieler mit der Rückennummer 8 entpuppte sich für den FCM auch deshalb als Königstransfer, weil er in der Offensive eigentlich auf jeder Position spielen kann – ob im rechten oder linken Mittelfeld, als Außenstürmer oder in der zentralen Position als Spitze oder dahinter. „Die ganzen Erfolge der vergangenen Wochen sind für mich momentan immer noch kaum zu fassen, weil wir bis zuletzt noch Ziele haben, auf die wir uns fokussieren“, betonte „Torpedo“, wie er genannt wird. „Nach dem Landespokalfinale, wenn wir in den Urlaub fahren, wird das alles hochkommen, und man kann noch mal Revue passieren lassen, was in den vergangenen Monaten passiert ist. Dann können wir es wahrscheinlich erst richtig realisieren und einordnen.“

Familie und Berater haben an ihn geglaubt

Türpitz empfindet beim Gedanken an das vergangene Jahr nach seinem Wechsel zum FCM vor allem Dankbarkeit. „Ich habe es mir gewünscht, dass es so eintritt. Mich freut es vor allem für meine Eltern, die mich immer unterstützt haben, für meine Freunde und meine Berater, die auch in schwierigen Zeiten hinter mir standen“, sagte er. „Sie haben einen großen Anteil an meinem Erfolg, weil sie immer an mich geglaubt haben.“

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