Eine der großen Stärken des 1. FC Magdeburg bisher: Ausfälle von Leistungsträgern wurden ohne großen Qualitätsverlust aufgefangen.

Von
Manuel Holscher

Manuel Holscher
Magdeburg l Die verletzungsbedingte Pause und die aktuell laufende Sperre von Philip Türpitz hätte den FCM-Verantwortlichen um Trainer Jens Härtel große Sorgen bereiten können. Schließlich ist der Neuzugang mit sechs Toren und fünf Vorlagen der beste Scorer im Team. Stattdessen kam Julius Düker ins Team und überzeugt seit drei Spielen. „Wir haben gute Erfahrungen mit einem 25-Mann-Kader gemacht“, betont Härtel. Geschäftsführer Mario Kallnik und sein Assistent Maik Franz haben im Sommer offensichtlich einen guten Job gemacht.

Die starken Leistungen bleiben aber auch der Konkurrenz nicht verborgen. Bundesligist FC Augsburg und Zweitligist Fortuna Düsseldorf haben offenbar Interesse an einer Verpflichtung von Michel Niemeyer. Die Volksstimme beleuchtet die qualitative Dichte des FCM-Kaders und die momentane Stamm-Besetzung im von Härtel favorisierten 3-4-3-System.

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Tor: Jan Glinker ist als Nummer eins gesetzt. Die Neuzugänge Alexander Brunst (im DFB-Pokal gegen Dortmund) und Mario Seidel (DFB-Pokal gegen Augsburg) haben aber bereits nachgewiesen, dass beide über die Qualität verfügen, dauerhaft im FCM-Tor zu stehen.

Abwehr: Die Dreierkette mit Abwehrchef Richard Weil, Christopher Handke und Neuzugang Steffen Schäfer stand in den vergangenen Wochen sicher – abgesehen von Ausnahmen beim jüngsten 3:2 in Chemnitz. Nico Hammann, der momentan im linken Mittelfeld aufläuft, steht aber parat und ist in der Defensive eigentlich gesetzt. Mit Felix Schiller greift zudem ein potenzieller Stammspieler wieder an. André Hainault ist nach seiner langen Verletzungspause wieder dabei, Härtel hat somit einen erfahrenen Mann in der Hinterhand. Lediglich Talent Leon Heynke kam in der 3. Liga noch nicht zum Einsatz. Der Trainer verfügt somit über viele Alternativen, der Konkurrenzkampf sollte die Spannung hochhalten.

Mittelfeld: Gerade im defensiven Mittelfeld herrscht ein enormer Konkurrenzkampf. Die Neuzugänge Björn Rother und Dennis Erdmann haben die Nase vorn gegenüber Kapitän Marius Sowislo und dem nach einer Verletzung in Chemnitz wieder zurückgekehrten Charles Elie Laprevotte. Einzig Andreas Ludwig, im Sommer als Königstransfer geholt, steht im Abseits. Ein vorzeitiger Abschied bereits in der Winterpause ist nicht ausgeschlossen. Ähnlich verhält es sich bei Gerrit Müller, der kaum Spielzeit bekommt.

Die linke Mittelfeldseite kann besonders flexibel besetzt werden. Ob Hammann, Tobias Schwede oder Michel Niemeyer – alle drei haben dort schon überzeugt. Auf der rechten Seite sieht es ein bisschen anders aus. Nils Butzen ist gesetzt, eine Alternative drängt sich nach der Verletzung von Tarek Chahed nicht auf. Dort könnten Kallnik und Franz im Winter bezüglich einer personellen Alternative noch tätig werden. Auch weil Neuzugang Florian Pick bisher noch keine Akzente setzen konnte.

Sturm: Im Fußball geht es schnell. Rund um die Dortmund-Partie wurde die Offensive kritisiert, weil der FCM keinen Treffer erzielte. Zuletzt war es aber der Dreiersturm mit dem umworbenen Michel Niemeyer (links), Christian Beck (Mitte) und Julius Düker (rechts), der die Siege sicherte.

Das Gerangel im Sturm ist enorm, gerade wenn man bedenkt, dass Türpitz in der Wintervorbereitung wieder dabei ist. Außen vor bezüglich der Startelf ist gerade Neuzugang Felix Lohkemper, der auf der ungewohnten linken Seite nicht überzeugte.

Fazit: Der FCM ist qualitativ breit aufgestellt und hat mit 40 Punkten als Basis beste Aufstiegschancen. Dafür müssen aber Leistungsträger wie Niemeyer zumindest bis zum Sommer gehalten werden.

Eine Antwort zu “Kallniks Kader schlägt ein”

  1. Mike sagt:

    also bei volksstime alles prima. ich hätte gern im offensiven mittelfeld jemand. dann wäre über allen seiten spielerisch mehr drin.

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