Mario Kallnik, Geschäftsführer des Drittligisten 1. FC Magdeburg, ist ein Freund von deutlichen Worten.

Von Manuel Holscher

Magdeburg l Deshalb stellt er jetzt nach 43 Punkten in der Hinrunde klar, dass das Saisonziel korrigiert wird und der FCM in der Tabelle oben bleiben möchte. Außerdem wurde bekannt, dass der FCM mittlerweile über 1,2 Millionen Euro Eigenkapital verfügt.

Vor der Saison hatte Kallnik in der Volksstimme halb im Spaß gesagt, dass er sich über eine Korrektur des Saisonziels Gedanken machen würde, wenn der Club 45 Punkte nach der Hinrunde hat. Das ausgegebene Ziel war im Sommer zunächst die Sicherung des Klassenerhalts. „Mit 43 Punkten haben wir dieses Ziel erreicht. Zwei Punkte hin oder her“, sagt Kallnik. „Wir brauchen jetzt nicht rumeiern. Wenn Du in der Tabelle oben stehst, dann willst Du da natürlich auch bis zum Saisonende bleiben.“

Sieben Punkte auf Rang drei

Das Wort Aufstieg nimmt der Geschäftsführer zwar nicht in den Mund, umschreibt dieses neue Ziel aber ganz deutlich. „Wir haben jetzt eine sehr gute Ausgangsposition und eine sehr gute Mannschaft“, so Kallnik.

Mit sieben Punkten Vorsprung auf den Tabellen- dritten SV Wehen Wiesbaden kann etwas anderes aber mittlerweile auch kaum noch formuliert werden. Zu souverän präsentierte sich der FCM in der Hinrunde, mit drei Siegesserien und nur einer kurzen Tordelle zwischendurch. „Wir brauchen nicht mehr über den Klassenerhalt reden. Wir wollen den zweiten Tabellenplatz halten“, betont auch Stürmer Christian Beck, der sein Team beim 2:0 gegen Lotte mit seinem fünften Saisontreffer, vier davon in den vergangenen drei Partien, in Führung gebracht hatte.

Eigenkapital von 1,2 Millionen Euro

Dass der FCM bereit ist für den Gang in die 2. Bundesliga, wird auch beim Blick auf die wirtschaftliche Bilanz deutlich. In der vergangenen Saison verbuchte der Club einen Gewinn von rund 550.000 Euro. Das Gesamteigenkapital stieg damit auf 1,2 Millionen Euro. „Es ist gut zu wissen, dass man auch in der 3. Liga wirtschaftlich und sportlich zugleich arbeiten kann“, betont Kallnik.

Der FCM wäre damit durchaus in der Lage, in der Winterpause auch personell noch mal nachzulegen. Bei einem 25-Mann-Kader scheint dies aber nur eine Option zu sein, wenn auf der Gegenseite Spieler abgegeben werden. Kandidaten dafür wären Andreas Ludwig, Gerrit Müller und ein vorzeitiges Leihende von Florian Pick, der beim 1. FC Kaiserslautern unter Vertrag steht.

Transfers im Winter?

Maik Franz, Assistent der FCM-Geschäftsführung, stellt klar: „Die Mannschaft genießt unser Vertrauen. Wir sehen momentan keinen zwingenden Bedarf. Es ist aber auch klar, dass unser Ziel eine stetige Weiterentwicklung ist. Sollte im Januar jemand dazukommen, muss es perspektivisch passen, und derjenige sollte uns sofort verstärken.“

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