Drittligist 1. FC Magdeburg hat momentan einige Verletzte. Geschäftsführer Mario Kallnik appelliert, den Spielern genug Zeit zu geben.

Von
Manuel Holscher

 

Magdeburg l Nach den Testspielen am Sonnabend in Fürstenwalde gegen die Regionalligisten FSV Union und Viktoria Berlin (siehe Spielbericht) sind die Sorgenfalten von FCM-Trainer Jens Härtel wieder etwas größer geworden.

Neben dem Langzeitverletzten Charles Elie Laprevotte (Mittelfußbruch) fällt neben Philip Türpitz (Muskelfaserriss) jetzt auch wieder An- dré Hainault und vermutlich auch Gerrit Müller aus. „Bei André sind die Beschwerden an der Leiste zurückgekommen, deshalb ist er jetzt erst mal wieder raus“, ärgert sich Härtel.

Müller nach Pressschlag angeschlagen

Müller verletzte sich gegen den FSV Union nach einem Pressschlag am linken Fuß. „Ich muss jetzt gucken, wie schlimm es ist“, so Müller. Genauere Untersuchungen sollen Aufschluss geben.

Untersuchungen und eine Operation hat es bei Laprevotte bereits gegeben. Der Mittelfeldspieler wird rund zwei Monate ausfallen. „Das tut uns schon sehr weh“, betont Härtel. Schneller wieder dabei sein soll Türpitz, der auch heute mit ins Trainingslager nach Wesendorf fährt. „Wir wollen die Zeit im Trainingslager nutzen, die Intensität wird noch mal steigen. Es geht aber auch darum, den Jungs viele Videos zu zeigen, um zu sehen, was bisher gut war und wo es Nachholbedarf gibt“, sagt der Trainer.

Medizinischen Abteilung ist gefordert

Dass angeschlagene Spieler wie Türpitz nicht zu früh wieder einsteigen, hofft FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik. „Da zeigt sich jetzt auch die Qualität unserer medizinischen Abteilung. In der Vorbereitung ist die Trainingsbelastung hoch, muskuläre Verletzungen sind zwar nicht ungewöhnlich“, sagt er. „Trainer und Spieler wollen, dass es schnell wieder auf den Platz geht. Der medizinische Bereich ist wie bei Philip aber gefordert, dass die Verletzung wirklich ausgeheilt ist, bevor ein Spieler wieder anfängt. Notfalls dauert es eben etwas länger, der Spieler ist dann aber richtig gesund.“

Einen Spieler schnell wieder auf den Platz zu schicken sei einfach, er dürfe aber nicht sofort wegen einer ähnlichen Verletzung wieder ausfallen. „Manche Sachen brauchen Zeit. Die Spieler müssen so gepflegt werden, dass der richtige Zeitpunkt für die Rückkehr gefunden wird“, sagt Kallnik.

Gestern Nachmittag gab der Club unterdessen die Verpflichtung von Mario Seidel als dritten Torhüter bekannt. Er setzte sich gegen den zweiten Test-Keeper Dan Twardzik durch. Seidel folgt auf Lukas Cichos, der zum FSV Zwickau ausgeliehen wurde, und erhält einen Ein-Jahres-Vertrag.

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