Den Großteil der Hinrunde verpasste Felix Schiller aufgrund einer Verletzung. Jetzt ist der Innenverteidiger des 1. FC Magdeburg wieder da.

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Thomas Juschus

Thomas Juschus
Magdeburg l Zur Probefahrt mit dem neuen Bus des 1. FC Magdeburg durch die Magdeburger Innenstadt konnte Felix Schiller am Mittwoch noch ganz entspannt die Beine nach oben legen. Knapp 90 Minuten später gab der Innenverteidiger bei winterlichen Bedingungen auf dem Trainingsplatz wieder Vollgas. Ziel: Ein Platz in der Startelf zum Auftakt der Drittliga-Punktspiele 2018 am kommenden Montag beim Tabellenletzten FC Rot-Weiß Erfurt.

„Ich bin gut durch die Winterpause gekommen und will wieder angreifen: Ich fühle mich gut und bin gesund“, sagte der 28-Jährige, der sich nur zu gern seinen Stammplatz zurückerkämpfen würde. Nach seiner schweren Beckenverletzung Ende August im Heimspiel gegen Werder Bremen II verpasste er fast die gesamte Hinrunde, kam nur noch zu einigen Kurzeinsätzen und zum Jahresfinale gegen die Sportfreunde Lotte (3:0) zu 90 Minuten als Ersatz für den gesperrten Christopher Handke.

Schiller wartet auf Signal

„Nachdem mich die Verletzung ganz schön zurückgeworfen hatte, war der Abschluss 2017 für mich sehr gut. Daran möchte ich anknüpfen“, gab der 1,90-Hüne zu Protokoll. Bei der Generalprobe des FCM am vergangenen Sonntag bei Regionalligist FC Energie Cottbus setzte Trainer Jens Härtel in der ersten Halbzeit auf Altbewährtes – Schiller kam erst in der zweiten Hälfte mit der vermeintlich „zweiten Reihe“ zum Zuge – gut möglich, dass dies auch in Erfurt so sein wird.

„Innerlich brodelt es gerade in mir. Natürlich war es ärgerlich, dass ich in Cottbus in der ersten Halbzeit nicht dabei war.“ Was das für Erfurt heißt? „Der Trainer lässt vorher ja immer recht wenig durchblicken. Ich denke, dass es diese Woche ein Gespräch geben wird – auf dem Platz werde ich ihm seine Entscheidung jedenfalls so schwer wie möglich machen“, kündigte Schiller an, der jedoch keinesfalls bei einem Platz auf der Bank für schlechte Stimmung sorgen will. „Das ist nicht meine Art.“

Vertrag läuft im Sommer aus

Eine andere Entscheidung lässt ebenfalls noch auf sich warten: die Vertragsverlängerung. Seit 2012 spielt der gebürtige Berliner für Blau-Weiß. Im Dezember 2015 verlängerte der Club vorzeitig den Vertrag Schillers, der damals mit einem Achillessehnenriss lange pausieren musste. Jetzt läuft der Kontrakt am Saisonende aus. „Es hat erste lose Gespräche gegeben“, bestätigte Schiller, der derzeit auch seine Master- arbeit im Studiengang Sportwissenschaften vorantreibt und kurz vor dem Abschluss steht. „Meine Vertragssituation ist aber wirklich gerade zweitrangig“, versicherte Schiller. „Wenn Du erfolgreich spielst, geht es immer weiter – das sieht man an Spielern wie Steffen Puttkammer, die jetzt anderswo Leistungsträger sind. Aber am liebsten wäre mir natürlich eine Zukunft beim FCM“, so Schiller. „Und deshalb will ich einfach spielen.“ Am liebsten schon am Montag bei Rot-Weiß Erfurt.

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