Beim 1:2 gegen St. Pauli überzeugte der 1. FC Magdeburg in der Defensive, erspielte sich aber zu wenig Chancen. Eine Einzelkritik:

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Tor:

Jasmin Fejzic: Es war eine undankbare Partie für einen Torhüter. Fejzic bekam wenig auf seinen Kasten, beim 1:1 durch Buchtmann war er chancenlos. Beim Freistoß von Knoll machte er nicht die beste Figur, der Paulianer traf den Schuss allerdings auch nahezu optimal. Note: 4

Abwehr:

Nils Butzen: Der Kapitän spielte diesmal in der Viererkette rechts. Es wurde zwischenzeitlich deutlich, dass ihm die Position im Mittelfeld 3-4-3 mehr liegt. Hinten agierte Butzen solide, nach vorne kam nur wenig. Note: 3,5

Tobias Müller: Der Neuzugang aus Halle war die Überraschung der Vorbereitung und zeigte auch gegen St. Pauli, dass sich Trainer Jens Härtel auf ihn verlassen kann. Defensiv agierte Müller sehr abgeklärt. Er harmonierte mit Schäfer, beide meldeten die Offensive des Gegners ab. Nur im Spielaufbau hätte sich Müller noch mehr einbringen müssen. Note: 3

Steffen Schäfer: Wie Müller präsentierte sich auch Schäfer in der Innenverteidigung tadellos. Wenn er allerdings im Vorwärtsgang unter Druck gesetzt wurde, bekam er Probleme. Kurze Passfolgen waren selten, Schäfer wählte stattdessen oft den langen Ball. Note: 3

Michel Niemeyer: Der 22-Jährige begann gut und zeigte auf der linken Seite auch auf dem Weg nach vorne seine Stärken. Mit dem verunglückten Befreiungsschlag vor dem 1:1 und dem in der Folge tiefer stehenden FCM ließ seine Leistung nach. Zudem verursachte er noch den Freistoß, der zum unglücklichen 1:2 führte. Note: 4,5

Mittelfeld:

Björn Rother: Er war doppelt gefordert – im defensiven Mittelfeld und als Mann für den Spielaufbau, weil es dort hakte. Rother rieb sich auf, lief viel, konnte sich dadurch aber nicht immer auf seine eigentlichen Stärken im defensiven Mittelfeld mit gezielten Pässen in die Spitze konzentrieren. Note: 3,5

Aleksandar Ignjovski: Kämpferisch war der Neuzugang top und ließ auch in der Zentrale keinen Spieler an sich vorbei. In der Vorwärtsbewegung war von ihm aber nicht viel zu sehen. Zu oft gingen erste Bälle leicht verloren oder wurden uninspiriert nach vorne geschlagen. Note: 3,5

Rico Preißinger: Der Neuzugang aus Aalen deutete an, dass er wertvoll werden kann. Als Spielgestalter blieb er aber gegen St. Pauli noch hinter den Erwartungen zurück. Note: 4

Sturm:

Philip Türpitz: Der Techniker braucht nicht viele Szenen, um entscheidend am Spiel beteiligt zu sein. Türpitz gab die Vorlage zur Riesenchance von Christian Beck (5.). Außerdem ging sein Freistoß kurz vor dem Abpfiff nur knapp daneben. Note: 3

Marcel Costly: Der 22-Jährige hat weitaus mehr drauf, als er in der ersten Zweitligapartie gezeigt hat. Ein-, zweimal zeigte er seine beeindruckende Schnelligkeit, aus dem Mittelfeld kamen allerdings auch zu wenig Bälle. Note: 3,5

Christian Beck: Der Torjäger schrieb mit dem ersten FCM-Treffer in der 2. Bundesliga Geschichte. Zuvor hatte er bereits eine große Chance. Wie immer rackerte Beck auch defensiv und versuchte alles, etwas aus den undankbaren langen Bällen zu machen. Note: 2,5

Marius Bülter (78.), Richard Weil (84.) und Felix Lohkemper (84.) wurden erst spät eingewechselt.

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