von: MICHAEL NOWACK 

Mittwoch in der MD-Reha, nur einen Steinwurf von der MDCC-Arena entfernt. BILD-Termin mit Aleksandar Ignjovski (27). Zwei Wochen nach seiner Ellenbogen-OP sprach der serbische Abräumer erstmals über seine Ängste nach dem schweren Unfall im Testspiel gegen Barleben.

Ignjovski: „Knochen kaputt, Bänder kaputt. Da kommt jeder Fußballer ins Grübeln und fragt sich, ob es überhaupt weitergeht. Aber aufgeben ist keine Option für mich.“

Dabei waren die ersten Tage eine Qual! Ich hatte ungeheure Schmerzen und musste viele Schmerztabletten nehmen. Dazu musste ich die erste Zeit mit einer Schiene schlafen, die den Arm fast 90 Grad vom Körper stellte. An ein normales Leben war gar nicht zu denken. Ohne die Hilfe meiner Frau Jovana und meiner Töchter Mila und Lena wäre nichts gegangen. Die kümmern sich 24 Sunden rührend um mich“, so der gelernte Goldschmied.

Nächste Woche kommt auch Beistand aus Pancevo in Serbien: Vater Zoran ist Fußballfan, wollte eigentlich seinen Sohn kicken sehen. „Naja, geht ja nun nicht. Aber wir fahren nach Hamburg, drücken dem FCM gegen Pauli von der Tribüne aus die Daumen“, sagt er.

Noch muss er täglich zur Therapie gefahren werden. Aber immer öfter kann er die lästige Schiene weglassen. Eine Befreiung, die ihn optimistisch stimmt: „Meine Beine sind heil, ich kann bald wieder mit dem Ball arbeiten. Trotzdem werde ich noch einige Zeit brauchen, mindestens noch drei Monate.“

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