Von Dennis Uhlemann ›

Der 1. FC Magdeburg trifft am Dienstag in Paderborn auf den SC Verl. Trainer Thomas Hoßmang vertraut dabei wohl wieder seinen Youngsters.

Magdeburg l Was die Aufstellung für das heutige Auswärtsspiel beim SC Verl angeht, muss Thomas Hoßmang klug abwägen. Vertraut der Trainer des 1. FC Magdeburg den jungen Spielern, die am Freitagabend gegen Türkgücü München überzeugt und den ersten Sieg in der aktuellen Drittliga-Saison eingefahren hatten, oder setzt er auch hinsichtlich der Belastungssteuerung wieder auf einige routinierte Spieler? „Wir gucken mal“, sagte der Trainer lachend nach dem gestrigen Abschlusstraining.

Kallnik spricht von Charakterfrage

Schenkt man den Eindrücken aus dieser Einheit Glauben, dürfte sich die Startelf beim Duell gegen den nächsten Aufsteiger in der Paderborner Benteler-Arena kaum verändern. Hoßmang wird wohl wieder Youngsters wie Andreas Müller (20), Maximilian Franzke (21) und Adrian Malachowski (22) Vertrauen schenken. Was auch bedeuten könnte, dass Christian Beck (32), Jürgen Gjasula (34) oder Sören Bertram (29) wieder nur auf der Bank sitzen. FCM-Manager Mario Kallnik erinnerte sich aus seiner aktiven Karriere an ähnliche Situationen: „Es ist schon schwer, wenn du als erfahrener Spieler mitgeteilt bekommst, dass du draußen sitzt.“ Doch für ihn ist das auch eine „Charakterfrage“, und es gehe jetzt darum, dass diese Spieler Zeichen setzen und sich wieder ins Team kämpfen. Am wichtigsten für Kallnik: „Wir müssen als Mannschaft geschlossen bleiben.“

Verl-Start mit viel Euphorie

Gerade in der englischen Woche geht es darum, gemeinsam den Schwung dieses ersten Erfolges zu nutzen. Denn mit Verl wartet „eine eingespielte Mannschaft, die mit viel Euphorie gestartet ist“, so Hoßmang über den Aufsteiger, der aus den ersten drei Spielen sieben Punkte holte, zuletzt aber zwei Niederlagen kassierte. Dennoch warnt der FCM-Coach vor den fußballerischen Qualitäten des SCV, der mit Zlatko Janjic über einen sehr erfahrenen und torgefährlichen Stürmer (zwei Treffer, zwei Vorlagen) verfügt. Aygün Yildirim traf außerdem schon dreimal.

Doch auch die starke Offensive von Türkgücü konnte der FCM gut ausbremsen, wobei der Coach mit dem jüngsten Spiel nicht komplett zufrieden war. So sollten die Blau-Weißen vor allem bei Standards mehr aufpassen. Die Münchner hätten durch Aaron Berzel und Petar Sliskovic zum Erfolg kommen können. Und auch Verl traf zuletzt nach einer Ecke. Hoßmang betonte: „Wir wollen die Bälle so abwehren, dass wir nicht gleich eine Situation gegen uns bekommen.“ Und im letzten Drittel fordert der Trainer zudem mehr Effektivität: „Manchmal kam auch der letzte Pass nicht, oder wir haben uns für verkehrte Laufwege entschieden.“

Spaßige Trainingseinheit in der Halle

Zufrieden sein konnte er aber definitiv mit dem Engagement, weshalb er seinen Spielern am Sonntag auch mal eine spaßige Einheit beim Fußball-Tennis in der Halle gönnte: „Das war für den Kopf wichtig.“ Hoßmang hofft zudem, dass sich der Tag mehr Regeneration im Vergleich zu Verl auswirken wird. „Wir sollten über 90 Minuten genau so agieren wie am Freitag“, fordert er und hat dabei auch keine Bedenken, dass das hohe Pressing zu viel Kraft kosten könnte.

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