Von Dennis Uhlemann ›

Mit 21 Punkten aus 22 Spielen war seine Bilanz in der aktuellen Drittliga-Saison miserabel. Nun trat Thomas Hoßmang als FCM-Coach zurück.

Magdeburg l Nachdem die Aufsichtsratssitzung am Montag ohne Konsequenzen blieb, führte einen Tag später ein „intensiver Gedankenaustausch“ zwischen Sportchef Otmar Schork und Trainer Thomas Hoßmang zu einem eher ungewöhnlichen Schritt beim kriselnden Drittligisten 1. FC Magdeburg: Hoßmang erklärte seinen Rücktritt. „Ich habe mich dazu entschlossen, den Weg freizumachen für einen neuen Impuls“, wurde er vom Verein zitiert.

Der 54-Jährige habe das Ziel Klassenerhalt „ernsthaft gefährdet“ gesehen. Unter Hoßmang holte der FCM bislang nur 21 Punkte aus 22 Spielen, zuletzt kassierten die Blau-Weißen gleich drei torlose Niederlagen in Folge.

Schork bedankte sich für seine Leistungen und Verdienste, hielt aber auch fest: „Der Druck auf seine Person war in den vergangenen Wochen für alle Beteiligten sehr belastend und an der Grenze des Zumutbaren.“ Die Fans forderten in den sozialen Medien unaufhörlich einen neuen Trainer. Sein Rücktritt war sicher auch eine Reaktion darauf.

Bankert und Mincu übernehmen vorerst

Der Sportdirektor: „Es gilt nun nach vorne zu blicken, um schnellstmöglich die vakante Trainerposition neu zu besetzen.“ Bis ein Nachfolger gefunden ist, übernehmen die bisherigen Co-Trainer Silvio Bankert und Matthias Mincu interimsweise das Training. Was sich in Vorbereitung auf das Auswärtsspiel bei Türkgücü München am Montag aber als sehr schwierig erweist. Weil die Trainingsplätze am Dienstag noch von einer enormen Schneedecke überzogen waren, musste Blau-Weiß in die Halle ausweichen. Dabei hatte Hoßmang am Vormittag nach ziemlich genau sieben Monaten im Amt auch seine letzte Einheit geleitet.

FCM vor Abstieg bewahrt

Der gebürtige Sachse hatte den schon in der Vorsaison kriselnden Drittligisten am 10. Juni 2020 übernommen und mit zwei Siegen und vier Unentschieden zum Klassenerhalt geführt. Der vorherige Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, der schon seit 2014 im Verein ist, unterzeichnete daraufhin im Sommer einen bis 2022 gültigen Vertrag als Cheftrainer.

In der aktuellen Saison wurde er den Erwartungen aber nie wirklich gerecht. Schon nach dem verpatzten Saisonstart mit nur vier Punkten aus den ersten acht Spielen wurde Kritik an ihm laut. Nach der Verpflichtung von Schork als neuen Sportchef war zwar ein kleiner Aufwärtstrend zu erkennen, doch dieser wurde durch die drei Pleiten zum Auftakt der Rückrunde jüngst heftig torpediert. In den verbleibenden 16 Spielen soll nun ein anderer Trainer das Katastrophen-Szenario Regionalliga verhindern.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.