Volksstimme vom 11.11.2015
Autor: Thomas Juschus
FCM-Stürmer wartet seit Ende Juli auf ein Tor

Magdeburg l Kleines Quiz: Wer hat nach Jan Glinker und Christian Beck (beide 16) die meisten Drittliga-Spiele für den FCM absolviert? Marius Sowislo? Nein. Jan Löhmannsröben? Nein. Nicolas Hebisch stand in 15 von 16 Partien auf dem Platz. Im Gegensatz zur Endphase der Vorsaison, als der Stürmer mit seinen Treffern in Hin- und Rückspiel gegen Kickers Offenbach zum Held der Relegation wurde, muss sich der 25-Jährige seit Wochen mit kurzen Teileinsätzen begnügen.

„Natürlich würde ich gerne länger spielen, bin in dieser Saison bisher zwischen Start-elf und Bank hin- und hergeswitcht. Aber meine Torausbeute war zuletzt auch nicht so, wie ich mit das selber vorstelle“, erklärt Hebisch selbstkritisch. Am zweiten Spieltag beim FSV Mainz 05 II (2:2) traf er zur Führung – seitdem wartet Hebisch auf seinen zweiten Drittliga-Treffer. Trainer Jens Härtel sagt: „Ja, er hat Luft nach oben. Nicolas ist manchmal zu lieb und nett, eben Typ Muster-Schwiegersohn.“

Mangelndes Selbstvertrauen hat Hebisch, der am Dienstag zum Start in die neue Trainingswoche mit einer Erkältung fehlte und bis Donnerstag pausieren muss, nicht als Ursache für seine Torflaute ausgemacht. „Meine Rolle ist ein bisschen eine andere, ich komme mehr über die Außen, Christian Beck spielt im Zen-trum. Das hat so zum Ende der Saison ganz gut gekappt“, so Hebisch und räumt ein: „Wäre Christian nicht da, würde ich sicher mehr spielen. Aber ich nehme es, wie es kommt.“

Es bleibt ihm wohl auch nichts anderes übrig. Hebisch: „Ich muss in den Kurzeinsätzen Argumente sammeln, um wieder länger zu spielen.“ Eine Gelegenheit könnte das Landespokal-Achtelfinale bei GW Piesteritz (Sonnabend, 13 Uhr) werden – aber dafür muss Hebisch erst mal gesund werden.

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