Von Anne Toss ›

Philipp Harant stand beim 1. FC Magdeburg zuletzt viermal im Kader, blieb aber ohne Einsatz.

Magdeburg l Wenn Philipp Harant über seine Entwicklung spricht, dann fällt gleich im ersten Satz der Name Germania Halberstadt. Für ihn sei die halbjährige Leihe zum Regionalligisten in der vergangenen Saison „extrem wichtig“ gewesen. Und die Lehren, die er daraus gezogen hat, könnten ihm auch jetzt beim 1. FC Magdeburg helfen.

Denn das 20-jährige Eigengewächs stand zuletzt viermal hintereinander im Kader – kam aber nicht zum Einsatz. In der Innenverteidigung – „auf dieser Position sehe ich mich momentan“ – ist der Konkurrenzkampf groß. „Wir haben mit Jürgen Gjasula fünf gute Innenverteidiger, auf der Position herrscht ein großer Konkurrenzkampf. Daher ist es schwer, da gerade einen Fuß in die Tür zu bekommen, denn die Jungs machen es ja auch gut“, sagt Harant und verweist darauf, dass der FCM mit die beste Defensive der 3. Liga stellt. Bislang mussten die FCM-Torhüter nur zehnmal hinter sich greifen. Das kann ansonsten nur der Hallesche FC von sich behaupten.

Halberstadt-Leihe war lehrreich

Wäre es für den 1,94 Meter großen Harant da vielleicht eine Option, in den Sturm zu wechseln? Er lacht. „Früher in der Jugend war das schon so ein Misch-Masch. Wenn ein Stürmer fehlte, habe ich dort gespielt. Wenn ein Verteidiger gebraucht wurde, dann lief ich eben da auf. Mit meiner Größe geht ja auch beides“, sagt er. Und beides kann er sich auch immer noch vorstellen, der Schwerpunkt liege aber in der Verteidigung. „Bei den Standard-Situationen kann ich ja immer noch meinen Torriecher auspacken.“

Das nicht viel fehlt, um den Sprung von der Bank auf den Rasen zu schaffen, „das zeigen mir ja meine Nominierungen für den Kader“, meint Harant. Nur nachlassen dürfe er eben nicht.

Nach Verletzung zurückgekämpft

„Das ist etwas, das ich in meiner Zeit in Halberstadt gelernt habe“, berichtet Harant, „dass ich mich nicht schnell zufriedengeben darf, sondern immer weiter dranbleiben, an mir arbeiten muss.“ Den größten Schritt, sagt er, habe er im Mentalen gemacht.

Der damalige Halberstadt-Trainer Maximilian Dentz hat ihm Vertrauen entgegengebracht. „Er kannte mich schon, hat mich auch einmal als Kapitän auflaufen lassen“, erzählt Harant. „Dieser Bonus fehlt hier natürlich. Bei einem neuen Trainer fangen alle bei null an.“ Doch der Innenverteidiger ist zuversichtlich, denn: „Nach meinen ersten Einsatzminuten hat mich eine Fußverletzung zurückgeworfen. Jetzt habe ich mich auch wieder erfolgreich an den Kader rangekämpft.“ Nah dran ist er – jetzt muss er nur durchhalten.

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