Drittligist 1. FC Magdeburg tritt am Sonnabend (14 Uhr, live im NDR, Live-Konferenz im MDR) beim FC Hansa Rostock an.

Volksstimme-Redakteur Manuel Holscher sprach mit FCM-Verteidiger Nico Hammann über den kommenden Gegner, Standards und vergebene Führungen.

Herr Hammann, der FCM musste sich gegen Regensburg zuletzt mit 1:2 geschlagen geben. Ist das Spiel in Rostock bereits richtungsweisend?

Nico Hammann: Es ist nicht unbedingt richtungsweisend, aber durchaus speziell, weil es ein Ost-Derby ist. Wir freuen uns auf die große Kulisse und wollen dort gewinnen.

Welche eigenen Schwächen haben Sie bei der Regensburg-Niederlage ausgemacht?

Wir haben den Ausgleich zu schnell kassiert und waren dann zwischenzeitlich auch nicht mehr so mutig wie vor dem 1:0.

In Rostock werden rund 20 000 Zuschauer erwartet, davon 2000 FCM-Fans. Ist es ein Vorteil, dass Sie eine solche Kulisse durch die meistens gut gefüllte MDCC-Arena kennen?

Es ist auf jeden Fall gut, dass wir wissen, wie es ist, wenn man vor 20 000 Zuschauern spielt. Die Stimmung gegen uns kann auch motivierend wirken, zudem werden unsere Fans verbal sicherlich dagegenhalten.

Zuletzt hat der FCM häufig Führungen hergegeben und späte Gegentreffer nach Standardsituationen kassiert. Woran liegt das?

In Chemnitz haben wir bei der Ecke ein bisschen bei der Zuteilung geschlafen, weil der CFC auf einmal mehr Spieler im Strafraum hatte als zuvor. Gegen Regensburg haben wir auf die kurz gespielte Ecke nicht ganz richtig reagiert. Das ist immer auch eine Konzentrationsfrage. Wir müssen bis zum Schluss wach sein, dann können wir diese Situationen besser verteidigen.

Sie sind beim FCM der Mann für die Standards, schießen die meisten Ecken und Freistöße. Bei den Eckbällen lief es zuletzt besser, warum hakt es dagegen immer noch bei den Freistößen?

Es ist immer eine Frage des Gefühls. Bei Ecken habe ich mittlerweile wieder ein richtig gutes Gefühl. Da weiß ich, dass sie genau dahin kommen, wo sie hin sollen. Ich muss gucken, dass ich das bei seitlichen Freistößen auch wieder hinbekomme und mit Selbstvertrauen rangehe.

Wie bekommen Sie dieses gute Gefühl?

Wir trainieren häufig Standards, in den Einheiten kommen die Ecken seit einiger Zeit gut. Im Spiel ist die Drucksituation zwar anders, wenn ich nach der ersten Ecke aber merke, dass sie gut war, hole ich mir so Selbstvertrauen.

In der 3. Liga spielen Standards eine wichtige Rolle. Haben Sie neue Varianten trainiert?

Wir haben eine ganze Palette von Varianten. Das hängt immer auch ein bisschen vom Gegner ab, ob er gegen den Mann oder im Raum spielt. Wenn wir das wissen, dann wird die entsprechende Variante in der Woche intensiver trainiert.

Spielt der FCM in der kommenden Saison gegen Rostock oder gegen Nürnberg?

Als Fußballer möchte man so hoch wie möglich spielen, deshalb wäre mir Nürnberg lieber als Rostock. Das ist aber noch ein weiter Weg.

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