Die vergangenen eineinhalb Jahre waren für André Hainault vom 1. FC Magdeburg nicht einfach. Der 31-Jährige kämpfte mit Verletzungen.

Von
Manuel Holscher

Magdeburg l Die Freude nach dem 16:0-Rekordsieg beim SV Liesten war bei Hainault aber besonders groß. Es ging aber weniger um das Ergebnis und die ungewöhnliche Höhe. „Es war super, ich habe 90 Minuten gespielt und war nicht verletzt“, sagt er und lächelt.

Der 31-jährige Kanadier hat in den zurückliegenden eineinhalb Jahren gelernt, die kleinen Dinge noch mehr zu schätzen. „Es war toll, das FCM-Trikot zu tragen. Ich freue mich über viele Kleinigkeiten und genieße es, mit den Jungs auf dem Rasen zu stehen. Ich habe aber nicht vergessen, dass ich lange verletzt war und noch Zeit brauche“, betont er. Trotzdem wolle er FCM-Trainer Jens Härtel durch gute Trainingsleistungen ärgern. „Ich möchte, dass er Kopfschmerzen hat, wenn er den Kader benennt“, sagt Hainault.

Rückschlag in der Vorbereitung

In der Saisonvorbereitung warfen ihn zwischenzeitlich noch Adduktorenprobleme zurück. „Es war schwer für mich, weil ich sehr große Hoffnung hatte, wieder durchzustarten. Es war aber noch zu früh für mich“, sagt er. „Wir haben uns dann entschieden, dass ich es langsam angehen lasse, damit es gesundheitlich nicht wieder ständig hoch und runter geht.“ Seit eineinhalb Monaten ist der Nationalspieler mittlerweile schmerzfrei. Die Belastungssteuerung hat sich somit als richtig erwiesen. „Ich habe auch ein bisschen Gewicht zugelegt und jetzt deutlich weniger Muskelprobleme. Es macht mir wieder richtig Spaß“, freut sich Hainault.

Am Freitag (19 Uhr) in Osnabrück könnte sich für ihn ein Kreis schließen. Am 13. August 2016 bestritt er sein bisher letztes Drittligaspiel für den FCM. Zuletzt in Aalen stand er schon im Kader, in Osnabrück könnte es dazu erneut kommen. Michel Niemeyer und Felix Lohkemper sind zwar nach ihren Verletzungen wieder im Mannschaftstraining, ein Einsatz am Freitag könnte aber noch zu früh kommen. Das gilt auch für Felix Schiller und Charles Elie Laprevotte. Somit wäre Platz für Hainault. Hoffnungen will er sich aber nicht machen. „Mein Ziel ist jetzt erst mal, fit zu bleiben. Es ist für den Kopf nicht einfach, wenn man so viel Lust auf Fußballspielen hat, es aber verletzungsbedingt nicht geht. Deshalb denke ich jetzt nicht zu weit voraus“, betont Hainault.

Sollte er sich Schritt für Schritt wieder in die Mannschaft zurückspielen, könnte auch die kanadische Nationalmannschaft wieder ein Thema werden. „Ich verfolge, wie es dort läuft, und wäre bereit. Das wird aber erst ein Thema, wenn ich für den FCM wieder regelmäßig auflaufe“, sagt er.

Foto mit Maradona

Gerne erinnert sich Hainault an die Zeit zurück, an Partien gegen Gonzalo Higuaín und Ángel Di María (beide Argentinien) und ein Foto zusammen mit Diego Maradona, der 2010 beim Spiel gegen Kanada Trainer war. „So etwas vergisst man nie. Auch die Ostderbys mit dem FCM sind immer etwas Besonderes. Gerade jetzt denke ich oft an den Moment, wenn ich in der MDCC-Arena im Spielertunnel stehe und zum ersten Mal wieder vor den Fans auf dem Rasen stehe. Dann bekomme ich sofort Gänsehaut“, schwärmt Hainault.

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