Quelle : Kicker

Der 1. FC Magdeburg hat am Wochenende die Chance auf den Big Point verpasst. Bei Holstein Kiel gelang dem Team aus Sachsen-Anhalt trotz einer zwischenzeitlichen Führung und einem gehaltenen Elfmeter nur ein 1:1. Das ist zu wenig für den aktuellen Tabellenzweiten, dem der MSV Duisburg weiter zu enteilen droht während die Verfolger immer näher kommen.

„Ich denke, wir haben ein sehr intensives Drittligaspiel gesehen, in dem Holstein Kiel deutlich mehr Spielanteile hatte, wir aber unterm Strich die besseren Chancen“, fasste FCM-Trainer Jens Härtel die Partie zusammen. Gegen die Kieler hatte sein Team zumindest statistisch weniger Ballbesitz, agierte aber offensiv druckvoller.

„In der ersten Halbzeit hatten wir einige gefährliche Situationen nach Standards, in der zweiten eine Kontersituation, die wir nach der Führung leider nicht gut ausgespielt haben“, ärgerte sich der 47-Jährige über die vergebene Chance von Julius Düker. „Da hätten wir eigentlich das zweite Tor machen müssen. Und dann ist es halt nun mal so wie es im Fußball eben es ist“, packte er die alte Floskel aus. Damit spielte der Coach auf den Ausgleich der Kieler in der 85. Minute an. Nachdem Keeper Leopold Zingerle zunächst noch einen Strafstoß gehalten hatte, nutzten die Gastgeber nur eine halbe Minute später einen Eckball zum Ausgleich.

„Wir wussten, Holstein Kiel ist stark beim Umschalten, stark bei Standards. Das galt es ein Stück weit zu kontrollieren“, gab er einen Einblick in die taktische Ausrichtung seiner Mannschaft. „Deshalb haben wir heute eigentlich auch tiefer gestanden als wir das sonst tun. Damit wir eben nicht in diese Umschaltsituationen hineinlaufen.“

Härtel: „Drauf und ran sogar drei Punkte mitzunehmen“

Das funktionierte über weite Strecken auch sehr gut, nur einmal durchbrach Marvin Ducksch die Deckung der Blau-Weißen. „Ansonsten haben wir es leidenschaftlich verteidigt gegen eine sehr gute Mannschaft, die auf hohem Drittliganiveau gespielt hat“, lobte Härtel sowohl seine Spieler als auch die der Hausherren. „Und trotzdem waren wir hier drauf und ran sogar drei Punkte mitzunehmen.“

Aber auch mit dem Remis zeigte sich der Trainer nicht unzufrieden. „Das Minimalziel haben wir erreicht, wir fahren nicht mit leeren Händen nach Hause und das haben wir uns unterm Strich auch redlich verdient.“ Durch das 1:1 hielt Magdeburg die KSV in der Tabelle zudem weiter auf Abstand. Mit 47 Zählern verteidigte der Klub den zweiten Tabellenplatz, allerdings kam der VfL Osnabrück bis auf zwei Punkte heran. Auch Regensburg ist immer noch in Schlagdistanz.

Für die Elbstädter geht es deshalb darum, im kommenden Spiel gegen Erfurt (Samstag, 14 Uhr) den Aufstiegsplatz mit einem Dreier abzusichern. Im Duell der beiden ehemaligen DDR-Meister könnte Magdeburg dabei eine beeindruckende Serie ausbauen: In den bisherigen sechs Heimspielen gegen RWE blieben die Gastgeber immer ungeschlagen (vier Siege, zwei Remis).

kon

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