Einen großen Anteil am 2:1 des Drittligisten 1. FC Magdeburg in Meppen hat Trainer Jens Härtel gehabt.

Von
Manuel Holscher

Magdeburg l In der Halbzeit fand er offensichtlich die richtigen Worte, zudem brachte er Dennis Erdmann genau zur passenden Zeit.

Der FCM durchlebte in Meppen ein Wellental der Gefühle. Die frühe Führung durch den verwandelten Elfmeter von Andreas Ludwig hätte dem Club eigentlich Sicherheit geben müssen.

Keine Sicherheit nach der Führung

Das Gegenteil war allerdings der Fall. Der Rückstand stachelte Meppen an, das Härtel-Team hatte große Probleme und war in der Defensive zu unsortiert. „Wir haben trotz der Führung keine Sicherheit bekommen und hatten Probleme“, sagte Ludwig. „Der Trainer hat die Fehler ganz klar angesprochen. Auch wir als Spieler haben deutliche Worte gefunden. Ich denke, dass es wichtig ist, dass jeder seine Meinung sagt und dass wir es dann zusammen anpacken.“

Von der ersten Minute der zweiten Halbzeit an präsentierte sich der FCM kompakter und strukturierter. Christopher Handke und Felix Schiller, die in den ersten 45 Minuten auf ihren Seiten noch große Probleme hatten, ließen den Gegner in der Offensive kaum noch zur Entfaltung kommen. „Wir wussten eigentlich, dass Meppen mit langen Bällen spielt. Trotzdem wurden wir von ihnen in der ersten Halbzeit ein bisschen überrascht“, sagte Handke. „Nach der Pause haben wir den Kampf besser angenommen, die Kopfbälle und auch die zweiten Bälle gewonnen. Da waren wir dann klar besser.“

Härtels Umstellungen greifen

FCM-Trainer Jens Härtel erkannte früh, dass die Abstände der Defensivspieler zu den gegnerischen Angreifern Benjamin Girth, Nico Granatowski und Marius Kleinsorge zu groß waren. „Wir haben in der Defensive zunächst nicht so souverän wie sonst verteidigt. Da sind wir von einer Verlegenheit in die andere gesprungen“, sagte Härtel. „Es hat gedauert, bis unsere gestandenen Spieler auf den Gegner reagiert haben. Wir haben dann umgestellt.“

Handke war in der zweiten Halbzeit deutlich näher an Girth oder den für ihn eingewechselten Haris Hyseni dran. Zuvor arbeitete sich Schiller häufig an Girth ab. „Meppen hat viele lange Bälle gespielt, deshalb war es wichtig, dass wir die Offensivspieler besser im Griff hatten“, so Härtel. „Wir sind schließlich froh, die drei Punkte mitgenommen zu haben. Es war ein intensives und enges Spiel.“

Eine weitere richtige Entscheidung des Trainers war die Einwechslung von Dennis Erdmann, der in der 64. Minute für Ludwig kam. Er stabilisierte nicht nur die Defensive, sondern lieferte auch mit seiner ersten Aktion sehenswert die Vorlage zum entscheidenden 2:1 des FCM durch Michel Niemeyer. „Es geht schnell weiter. Wir müssen uns jetzt auf Sonntag konzentrieren. Mit Würzburg wartet ein schwerer Gegner auf uns“, blickte Härtel voraus.

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