Eine ungewohnte Rolle nahm Björn Rother beim 1. FC Magdeburg in der zweiten Halbzeit bei Optik Rathenow ein.

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Manuel Holscher

Manuel Holscher
Magdeburg l Für Rother war die Position in der Mitte der Dreierkette im Test in Rathenow (0:0) Neuland. Der Spieler mit der Rückennummer 6 machte seine Sache aber gut. Mit dem Ball am Fuß suchte er immer wieder Anspielstationen in der Offensive, ordnete das Spiel und bestimmte den Rhythmus. „In der Dreierkette war es für mich neu. Ich musste auf meine Nebenleute achten und schauen, dass ich nicht alleine hinten drinstehe, damit ich nicht das Abseits aufhebe“, sagt er. „Mit dem Ball ist es aber vielleicht sogar noch etwas einfacher, weil ich den Druck vom Gegner nicht so sehr im Rücken habe, sondern das Spiel vor mir.“

FCM-Coach Jens Härtel war mit dem „Experiment“ mit Rother als Abwehrchef durchaus zufrieden. „Wir wollen testen, ob es mit ihm und seiner Spielweise eine Option sein könnte, wenn wir auf der Position mal Probleme kriegen sollten“, sagt er.

Für Rother sei es auch durchaus eine interessante Aufgabe, auch wenn er sich selbst vorrangig im defensiven Mittelfeld sieht. „Das ist meine Hauptposition, dort fühle ich mich am wohlsten. Der Trainer weiß aber, dass ich immer mein Bestes geben werde, egal wo er mich einsetzt“, betont Rother.

Bisher im defensiven Mittelfeld

Im defensiven Mittelfeld war er in der ersten Halbzeit gegen Rathenow ebenfalls ein Aktivposten. „Ich habe versucht, das Spiel zu lenken und oft den Ball zu haben. Das wird in der kommenden Saison in dieser Form vielleicht nicht so häufig der Fall sein, könnte aber gegen einen tief stehenden Gegner trotzdem vorkommen. Deshalb muss man das entsprechend trainieren“, stellt er klar.

Wenn man Rother auf dem Platz sieht, wird schnell klar, dass der neben dem Rasen so besonnen auftretende Mittelfeldspieler während einer Partie ein ganz anderes Gesicht zeigt. Auch gegen Optik legte er sich hin und wieder mit Gegenspielern an und führte Zweikämpfe im Graubereich. „Wenn ich jetzt rund um die Uhr so wäre, dann hätte ich wahrscheinlich in ein paar Jahren Probleme mit dem Herzen. 90 Minuten in der Woche hält mein Herz aber gut aus“, sagt er und schmunzelt. „Es kann schon mal sein, dass ich mit einem Gegenspieler Kopf an Kopf stehe und dass es etwas scherbelt. Das gehört aber zum Fußball dazu. Man darf nur nichts Dummes machen. Wenn ich vom Rasen gehe, dann muss es auch relativ schnell wieder gut sein. Es bringt nichts, in Ehrgeiz oder Wut zu verfallen.“

Doppeltest in Bernburg

Am kommenden Sonnabend steht in Bernburg wieder ein Doppeltest auf dem Programm. Die Variante über zweimal 90 Minuten mit zwei FCM-Mannschaften, die jeweils durchspielen, findet Rother grundsätzlich gut. „Es ist zwar anstrengend und am Ende lässt die Kraft etwas nach. Jeder kann sich aber zeigen und bekommt seine Chance“, sagt er. „Ich habe in der Vorbereitung mit den Neuzugängen jetzt schon ein gutes Gefühl. Es fühlt sich ein bisschen wie vor einem Jahr an.“

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