Autor: Thomas Juschus
FCM will desgnierten Aufsteiger vor ausverkauftem Haus aber Feier ein bisschen vermiesenJens Härtel schickte schon mal Glückwünsche elbaufwärts. Abschenken will der Trainer des 1. FC Magdeburg das ausverkaufte Ost-Derby gegen Dynamo Dresden (Sonnabend, 14.05 Uhr, MDCC-Arena, live im MDR) deshalb aber nicht.

Magdeburg l Ein Punkt beim 1. FC Magdeburg genügt, dann sind fünf Spieltage vor Saisonende in der 3. Liga auch die letzten theoretischen Zweifel beseitigt und Dynamo Dresden stünde endgültig als Aufsteiger in die 2. Fußball-Bundesliga fest. „Der Aufstieg ist Dresden nicht mehr zu nehmen“, legte sich FCM-Coach Jens Härtel am Donnerstag bereits ultimativ fest und gratulierte Kollege Uwe Neuhaus und Co. „Glückwunsch! Dynamo steht zu recht da oben in der Tabelle“, sagte Härtel und sendete gleich mal eine Kampfansage an den Spitzenreiter hinterher: „Wir werden alles tun, damit Dynamo keinen Grund zum Feiern in Magdeburg hat.“

Nach zuletzt vier Spielen ohne Sieg und zwei Heimniederlagen in Folge – Härtel bezeichnete das als „schwierige Phase“ – wäre es allemal an der Zeit, dass der FCM vor dem mit 21 500 Zuschauern ausverkauften Haus gegen Dresden in die Erfolgsspur zurückfindet. „Es geht darum, unseren Fans zu zeigen, dass wir jedes Spiel gewinnen wollen. Über die Saison war Dresden besser. Aber in einem Spiel sind sie zu schlagen“, sagte Nils Butzen, der feiernde und johlende Gäste-Spieler ungern erleben würde. „Das ist nie schön“, so der Verteidiger. „Aber wenn sie es schaffen, dann wenigstens nicht mit einem Sieg.“

Verzichten muss Härtel im Traditionsduell auf David Kinsombi, Nicolas Hebisch, André Hainault, Lars Fuchs, Lukas Novy und Felix Schiller. Sebastian Ernst gab nach seiner Knöchelverletzung im Testspiel in Berlin Entwarnung und stünde zur Verfügung.

Um gegen die Mannschaft mit dem mit Abstand besten Angriff der Liga zu bestehen, wäre es nicht schlecht, wenn der FCM nach vier Spielen ohne Treffer selber mal wieder trifft. „Wichtig ist, dass wir mal wieder ein Tor schießen“, sagte Butzen. Für Härtel kommt es darauf an, die richtige Balance zwischen Angriff und Abwehr zu finden. Immerhin könne seine Mannschaft ohne Druck aufspielen. „Und auch Dresden ist nicht unverwundbar“, ergänzte er. Behält er recht, hätten auch die FCM-Fans mal wieder Grund zum Jubeln – und es könnte für alle ein Fußballfest werden.

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