Autor: Uwe Tiedemann & Hans-Joachim Malli

Drittligastart gegen RW Erfurt / Gäste-Trainer Preußer sieht Schwächen beim Club

Es ist angerichtet! Am heutigen Freitag (20.30 Uhr/live im MDR) eröffnen Aufsteiger 1. FC Magdeburg und RW Erfurt die neue mit Spannung erwartete Drittliga-Saison. „Wir wollen die ersten drei Punkte einfahren“, gibt Club-Trainer Jens Härtel als Marschroute aus.

Magdeburg l Seit der FCM den Sprung in die 3. Liga geschafft hat, herrscht so etwas wie Ausnahmezustand. „Die Region lechzt nach Profifußball“, spricht Präsident Peter Fechner den Menschen aus der Seele. Der Club ist bei Zuschauer- und Mitgliederzahlen in neue Rekordmarken vorgestoßen, mittlerweile schuldenfrei und in den Medien megapräsent. So taucht der Name FCM auch immer häufiger im Magazin „Sport Bild“ auf, war zuletzt sogar in einem speziellen Drittliga-Quiz zu finden.

Und der Club gibt sich kämpferisch, will trotz fehlender Drittliga-Erfahrung seiner Spieler und einem vergleichsweise geringen Gesamtetat (5,4 Millionen Euro) kräftig mitmischen. Härtel findet deutliche Worte: „Wer durch die knallharte Relegation gegen Kickers Offenbach, verbunden mit vielen Provokationen, gegangen ist, hat eine Menge mitgenommen. Insofern sind wir gestählt für die neue Saison.“

Und: „Diese beiden Spiele, in denen es um alles oder nichts ging, haben eindrucksvoll bewiesen, dass wir mit Druck umgehen können. Da haben wir gegenüber Erfurt sogar einen kleinen Vorteil.“

Trotzdem ist keinerlei Überheblichkeit, sondern Bescheidenheit angesagt. „Niemand hebt hier ab, Ziel kann nur der Klassenerhalt sein. Wir wollen wie ein Eichhörnchen fleißig Punkte sammeln“, kündigt Härtel an, der sich mit seiner Mannschaft zuletzt total abgeschottet hatte und heute topfit sein will.

Der Club lässt sich auch von kleinen Sticheleien des Erfurter Trainers Christian Preußer („Die Arbeit der Magdeburger gegen den Ball ist außergewöhnlich, aber die Abstände stimmen mitunter nicht. Da gibt es Räume“) nicht aus der Ruhe bringen. Härtel: „Die Aussagen fand ich etwas ungewöhnlich, haben uns aber nicht weiter zu interessieren.“ Preußer (31) hatte sich auf der erstmals für die dritte Liga durchgeführten gemeinsamen Pressekonferenz am Mittwoch zum Gegner geäußert.

Heiß diskutiert wurde in den vergangenen Tagen die Anfangsformation. Wer läuft auf, wer schaut zu? Welche Neuzugänge sind dabei? Und welches System wird angewendet? Beim jüngsten Testspiel beim BFC Dynamo (3:1) bildeten in der Defensive Nils Butzen, Felix Schiller, Christopher Handke und Michel Niemeyer eine Viererkette. Derzeit sieht es danach aus, als müsse Silvio Bankert auf die Bank. Härtel hat bei Handke, der wie Christian Beck vor allem im Juniorenbereich viele Jahre das Trikot von RW Erfurt trug, das bessere Kopfballspiel ausgemacht.

Bei Waseem Razeek könnte dessen starke Vorstellung in Berlin könnte dafür gesorgt haben, dass der 20-Jährige von Anfang an dabei ist. Neben Razeek und Niemeyer werden die Neuzugänge Jan Löhmannsröben (Sechserposition) und Manuel Farrona-Pulido (linke Außenbahn) in der Startelf erwartet.

Allen Verantwortlichen fiel ein Stein vom Herzen, als sich die beiden Torhüter Jan Glinker und Matthias Tischer rechtzeitig fit meldeten. Plötzlich hat Härtel wieder die Qual der Wahl, deutet an, dass er wohl Glinker das Vertrauen schenkt: „Er hat bis zu seiner Verletzung beim Auswärtsspiel gegen Jena in der letzten Saison kaum etwas zugelassen.“

2 Antworten zu “Härtel redet den FCM stark”

  1. berlinerFCMfan sagt:

    Noch exakt eine std…..auf gehtzzz blaubweiss…
    kämpfen & siegen….

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere