Jens Härtel hofft auf eine Trotzreaktion des 1. FC Magdeburg gegen RW Erfurt. Von besonderem Druck will der Trainer (noch) nichts wissen.

Von
Thomas Juschus

Magdeburg l Gut gelaunt erschienen am Donnerstag Jens Härtel und FCM-Torjäger Christian Beck zur obligatorischen Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Rot-Weiß Erfurt (Sonnabend, 14 Uhr, MDCC-Arena, live im MDR und auf telekomsport.de). Von Katerstimmung nach dem 1:4-Fehlstart am vergangenen Sonntag beim Dorfclub SG Sonnenhof Großaspach war nicht mehr viel zu spüren – der Blick ging nach vorn und auf die eigenen Stärken, mit denen der Club vor erwarteten 17.000 Fans die Thüringer wie in den beiden vergangenen Jahren (2:1, 2:0) in die Schranken weisen will.

„Wir haben das Spiel in Großaspach intensiv ausgewertet. Auch wenn das Ergebnis etwas anderes sagt: es war nicht alles rabenschwarz. Wir haben es an vielen Stellen gut gemacht“, leistete Härtel abermals moralische Aufbauarbeit für seine Mannschaft. „Wir hatten viele Baller- oberungen, haben daraus aber zu wenig gemacht, im letzten Drittel fehlte die Präzision.“ Daran wurde und wird in der Trainingswoche gearbeitet.

Personell ließ sich Härtel wie immer nicht in die Karten schauen. „Ich glaube nicht, dass wir mit einer grundsätzlich anderen Mannschaft auflaufen“, sagte der Trainer. „Wir haben uns mit dieser Grundordnung wohl gefühlt und sollten jetzt nicht alles in Frage stellen, was wir uns in der Vorbereitung erarbeitet haben.“

Einzelne Änderungen sind jedoch nicht ausgeschlossen, zumal Härtel derzeit die Qual der Wahl hat. Die in Großaspach angeschlagenen Michel Niemeyer und Felix Lohkemper konnten ins Training einsteigen. Steffen Schäfer, am Montag mit Problemen, ist ebenfalls zurück, so dass nur die langzeitverletzten André Hainault und Charles-Elie Laprevotte nicht zur Verfügung stehen.

Beck will Wiedergutmachung

Von einer besonderen Drucksituation wollte Härtel nach dem Fehlstart nichts wissen. „Natürlich ist die Lage für uns schwieriger als mit einem Punkt oder Sieg in Großaspach. Zuhause haben wir immer Druck, die Leute erwarten Siege. Wir wollen aber nicht zu viel negativen Druck aufbauen, das lähmt nur“, sagte Härtel. „Die Mannschaft hat immer gut reagiert in solchen Situationen – das stimmt mich zuversichtlich.“

Darauf baut auch Torjäger Christian Beck. „Wir hatten viele gute Ansätze in Großaspach, darauf müssen wir aufbauen“, sagte der gebürtige Erfurter lächelnd und gelöst. Im April steuerte er einen spektakulären Treffer zum 2:0-Heimsieg bei. „Ein Fallrückzieher muss es nicht wieder sein, aber es wäre schon schön, wenn ich treffe und wir das Spiel gewinnen“, sagte Beck. „Wir wissen, dass wir etwas gutmachen müssen. Druck haben wir aber nicht.“

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