Volksstimme vom 26.11.2015
Autor: Hans-Joachim Malli
FCM-Trainer versucht Diskrepanz zwischen Heimstärke und Auswärtsschwäche zu erklären

Magdeburg l Den missglückten Versuch, in Großaspach im neunten Auswärtsspiel endlich den ersten Auswärts-Dreier einzufahren, hat FCM-Trainer Jens Härtel inzwischen ausgewertet und abgehakt.

„Uns fehlt auswärts das Führungs-Tor. Wir hatten oft die erste Chance im Spiel, brauchen einfach mal den Punch. Auch kitzelt die tolle Unterstützung in den Heimspielen zusätzliche Prozente frei. Außerdem besitzen wir als Neuling noch keinen Bonus bei den Schiedsrichtern, werden vor allem auswärts 50:50-Entscheidungen zumeist gegen uns entschieden“, so der Versuch des 46-Jährigen, die Diskrepanz zwischen 19 Heim- und nur fünf Auswärtspunkten zu erklären.

Deutlich wurde das laut Härtel auch wieder in Großaspach bei der Szene mit FCM-Verteidiger André Hainault und Gegenspieler Timo Röttger, die zum Elfmeter führte. „Klar hat Hainault geschlafen, aber Röttger kam immerhin zum Abschluss. Den Elfmeter kann man, muss man aber nicht geben. Überhaupt sind Röttger und auch Rühle sehr schnell gefallen“, so der Coach.

Inzwischen geht der Blick aber längst nach vorn, auf das Spiel am Sonnabend gegen den VfB Stuttgart II (14 Uhr/MDCC-Arena). Den Aufstieg des bisherigen Stuttgarter U-23-Trainers Jürgen Kramny zum Interims-Chefcoach der Schwaben bewertet Härtel mit gemischten Gefühlen: „Das spielt natürlich eine Rolle für uns. Das kann bei denen neue Energie freisetzen, ist nicht von Vorteil für uns.“

Überhaupt hat der oberste FCM-Übungsleiter eine hohe Meinung von der VfB-Zweiten, die er sich am vergangenen Freitag vor Ort gegen Kiel (1:3) anschaute: „Die haben eine hohe Qualität, besitzen viele Lösungsmöglichkeiten.“

FCM-Torjäger Christian Beck, der in Großaspach eigenhändig das von FCM-Chaoten aufgestoßene Fluchttor wieder verriegelte, woraufhin im Forum das Wortspiel „Er soll Tore schießen und nicht schließen“ kursierte, gibt sich für Sonnabend relaxt: „Klar, hätte ich auch auswärts gern schon öfter getroffen. Aber meine zehn Tore sind doch nicht schlecht. So viele hatte ich mir eigentlich für die gesamte Saison vorgenommen.“

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