Nach der 1:3-Pleite von Aufstiegsaspirant 1. FC Magdeburg in Erfurt denkt Trainer Jens Härtel über Konsequenzen nach.

Von
Manuel Holscher

Magdeburg l FCM-Trainer Jens Härtel war nach der Niederlage in Erfurt bedient. „Wir haben uns das selbst zuzuschreiben. Dafür können wir niemanden sonst verantwortlich machen“, betonte er und kündigte Konsequenzen an: „Es gibt ein paar Sachen, wo wir ansetzen werden. Mit dem einen oder anderen werden wir auch ein Gespräch führen. Vielleicht gibt es personelle Wechsel.“ Kandidaten für die Startelf im Heimspiel am Sonnabend (14 Uhr) gegen den SV Meppen sind Verteidiger Felix Schiller und Stürmer Philip Türpitz.

Härtel beschäftigte vor allem die Art und Weise, wie sein Team die Punkte beim Tabellenletzten hergab. „Wir hatten viele Chancen, die wir fahrlässig vergeben haben. Es war selten dämlich, wie wir das Spiel aus der Hand gegeben haben. Ich bin richtig angefressen. Wir hätten das Spiel niemals verlieren dürfen“, stellte er klar.

Zwei Gegentore nach Ecken

Auch das Defensivverhalten missfiel ihm. „Wenn man so wie wir lange keinen Gegentreffer bekommen hat, dann wird man vielleicht etwas nachlässig“, sagte Härtel. „Wir betonen Woche für Woche, dass Standards ein wichtiges Element in der 3. Liga sind und kassieren dann zwei Gegentreffer nach solchen Situationen. Das ist umso ärgerlicher.“

Es gebe bei Ecken eine klare Zu- und Aufteilung. Beim zweiten Gegentreffer durch An-dre Laurito (75.) kritisierte der Coach Abwehrspieler Steffen Schäfer: „Da sah er nicht gut aus. Er hätte dort mit allem, was er hat, reingehen müssen. Dann wäre nichts passiert. Das war viel zu einfach. Solche Tore dürfen wir nicht kassieren.“

Härtel stellte klar, dass seine Mannschaft gar nicht in diese Lage nach der Pause hätte kommen dürfen. „Michel Niemeyer, Julius Düker und Christian Beck hatten in der ersten Hälfte viele Chancen. Wir hatten gute Ansätze, waren aber nicht so scharf wie in den vergangenen Partien“, betonte er. „Kein Spieler war bei 100 Prozent, das ist Fakt. Wenn alle bei 100 Prozent gewesen wären, hätten wir die Partie gewonnen.“

Es seien individuelle Fehler gewesen, die den Ausschlag gegeben hätten. „Vor dem zweiten Gegentreffer war es eine blöde Ecke, als Nils Butzen den Ball einfach hätte ins Aus spielen können“, so Härtel.

Vorbereitung verpufft

Dass das Team nach der Niederlage geknickt war, konnte er nachvollziehen. „Das ist normal und muss auch so sein. Aus dem Frust müssen wir jetzt die notwendige Energie für die kommenden Aufgaben ziehen“, sagte er.

Der eigentlich gute Eindruck nach der Vorbereitung, den die Mannschaft durch die Siege beim englischen Zweitligisten Bolton Wanderers und beim Regionalliga-Spitzenreiter FC Energie Cottbus hinterlassen hatte, ist nach dem Erfurt-Spiel allerdings verpufft. „Das ist enttäuschend. Die Mannschaft war in der Vorbereitung extrem fokussiert und präsentiert sich dann aber im ersten Pflichtspiel nicht so, wie wir uns das erhofft hatten und wie es zuletzt der Fall war“, ärgerte sich der 48-Jährige.

Eine Antwort zu “Härtel deutet beim FCM Wechsel an”

  1. hhhe sagt:

    dann sollte härtel am besten sowislo draussen lassen, unsicher in der ballannahme, joggt übern platz ohne biss. fehler im spielaufbau, wodurch die einige erst zurück sprinten müssen, wo er im mittelfeld stehen bleibt. er kann keine impulse mehr geben, für mich nur noch einer der die letzten 10 minuten… da läuft er auch nur in den strafraum, wenn er glück hat trifft er den ball und ist mal wieder ein held, aber keiner will seine schlechte leistung sehen.

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