Drittligist 1. FC Magdeburg hat mit dem 1:0 (0:0) vor 7269 Zuschauern bei Preußen Münster den fünften Pflichtspielsieg in Folge gefeiert.

Von
Manuel Holscher

Münster l Das Team von Trainer Jens Härtel bot über weite Strecken zwar keine besonders gute Partie, war aber gnadenlos effizient.

Michel Niemeyer lachte nach dem 1:0 des FCM in Münster aus vollem Herzen. Wieder war es der Offensivspieler, der traf und für das entscheidende Tor der Magdeburger verantwortlich war.

Drittes Saisontor

Es war bereits sein dritter Saisontreffer im fünften Spiel. „Wir sind sehr glücklich, dass wir drei Punkte eingefahren haben“, sagte er nach dem fünften Pflichtspielerfolg in Serie. „Es war ein dreckiger Sieg, umso mehr freuen wir uns darüber, dass wir uns die drei Punkte erkämpft haben.“

Der 21-Jährige war der Matchwinner, als er in der 66. Minute sehenswert von Björn Rother in Szene gesetzt wurde und Preußens Torhüter Nils-Jonathan Körber tunnelte. „Ich habe gehört, dass man es laufen lassen soll, wenn es läuft“, sagte Niemeyer bezogen auf seine Torjägerqualitäten und lachte. „Ich hatte nach dem starken Pass von Björn einen guten ersten Kontakt und habe gemerkt, dass ich schneller als der Innenverteidiger bin. Dann hatte ich ein bisschen Glück, als der Ball durch die Beine des Torhüters ging.“

Der Schuss wurde sogar noch leicht abgefälscht und war damit für Körber nicht mehr zu halten. Münster scheint Magdeburg zu liegen, in der 3. Liga gewann der Club bisher alle fünf Duelle.

Leidenschaft und Überzeugung

Für den FCM war der Erfolg ähnlich wie schon in Meppen (2:1) ein Sieg der Leidenschaft und Überzeugung. Nach der Führung, die von 1269 mitgereisten Magdeburgern bejubelt wurde, agierte der Club deutlich souveräner und war dem zweiten Treffer näher als Münster dem Ausgleich. „Es ist wichtig, dass man solche Spiele für sich entscheidet. Das ist in dieser Liga sehr viel wert“, sagte FCM-Trainer Jens Härtel. „Wir dürfen jetzt nur nicht lockerlassen. Der Schlüssel zum Erfolg war, dass wir von der Mentalität und der Leidenschaft her an­nä­hernd bei 100 Prozent waren.“ Deshalb schlug das Team laut Härtel im richtigen Moment zu und ließ besonders nach dem 1:0 nicht mehr so viel zu.

Gestartet war die Mannschaft mit einem 3-5-2-System. Neu ins Team kamen der zuvor angeschlagene Jan Glinker für Mario Seidel und Andreas Ludwig für Tobias Schwede. Im genannten 3-5-2 hatte der FCM zwar mehr vom Spiel, war defensiv aber anfällig, weil Felix Schiller, Nico Hammann und Christopher Handke in der Dreierkette oft Mann gegen Mann spielen mussten. „Wir haben die Grundordnung insgesamt zweimal geändert – zunächst auf 4-2-3-1 und später dann auf 3-4-3“, sagte Härtel. „Als wir einen weiteren Spieler nach hinten gezogen hatten, fehlte vorne einer, um Torgefahr zu erzeugen. Das war nicht optimal.“ Im 3-4-3 nach der Einwechslung von Tobias Schwede lief es besser. „Da haben wir eine gewisse Stabilität reingebracht und unter dem Strich nicht unverdient gewonnen“, betonte der Trainer.

Sowislos Rückkehr

Besonders war die Partie und der der Sieg für Kapitän Marius Sowislo, der von 2006 bis 2009 in Münster spielte. „Das zeichnet eine Mannschaft aus, wenn sie die knappen Spiele für sich entscheidet“, sagte er und ergänzte mit einem Lächeln: „Nach Münster komme ich immer gerne. Ich habe auf der einen Seite viele alte Bekannte getroffen. Außerdem bekommt man immer ein paar Geschenke in Form von Punkten mit nach Hause.“

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