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Mit der Entscheidung, künftig Leopold Zingerle statt Jan Glinker ins Tor des 1. FC Magdeburg zu stellen, hat Trainer Jens Härtel am Mittwoch für eine große Überraschung gesorgt. Während Zingerle hoch erfreut ist, zeigt sich Glinker, der seit Juli 2014 insgesamt 75 Mal für den FCM zwischen den Pfosten stand, tief enttäuscht.

„Das hat mich sehr gewundert“

„So etwas habe ich in 15 Jahren, in denen ich Profifußballer bin, noch nicht erlebt“, schimpft er in der „Volksstimme„. Und weiter: „Nach so einer Hinrunde, die ich meiner Meinung nach sehr gut gespielt habe und wir Tabellenzweiter sind, werde ich jetzt aus dem Tor genommen. Das hat mich sehr gewundert“, so der 33-Jährige. Dass künftig der elf Jahre jüngere Zingerle den Vorzug erhält, müsse Glinker „jetzt erst mal so hinnehmen.“

Glinker-Zukunft beim FCM offen

Härtel, der vor allem die Beidfüßigkeit von Zingerle lobt, macht Glinker nach der starken Hinrunde (sieben Spiele zu Null) keinen Vorwurf, sagt aber auch: „Das Torwartspiel hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Torhüter werden sehr früh unter Druck gesetzt.“ Vor diesem Hintergrund sah Härtel in Zingerle scheinbar die bessere Alternative. Wie es mit Glinker nun weitergeht, ist noch offen. Sein Vertrag läuft zwar noch bis 2018, ob er sich auf Dauer aber mit der Reservistenrolle zufrieden gibt, bleibt abzuwarten. „Das ist gerade alles noch zu früh“, hält sich Glinker noch bedeckt und muss wohl erstmal den Schock verdauen.

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