Gemischte Gefühle bei FCM-Verteidiger Schäfer

Es gibt diese Fußballspiele, die einfach kein eindeutiges Urteil zulassen. Auch FCM-Verteidiger Steffen Schäfer erging es gegen Dresden so.

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Magdeburg l Als sich die Emotionen des dramatischen Finals gegen Dynamo Dresden ein bisschen gelegt hatten, als Schäfer eine gute halbe Stunde nach dem Schlusspfiff vom Auslaufen zurück in die Kabine kam, wusste er selbst nicht so genau, wo er sich einzusortieren hatte.

Da war diese Szene in der siebten Minute. Dieser Moment, in dem ihm Dresdens Stürmer Moussa Koné entwischt war und Dynamo in Führung geschossen hatte. „Das Tor muss ich auf meine Kappe nehmen“, erklärte Schäfer. „Das war eigentlich eine einfache Situation, aber ich mache das nicht gut. Ich hätte da nur den Körper reinstellen müssen.“ Und: „Wenn ich das besser verteidige, gewinnen wir das Spiel vielleicht sogar.“

Aber da war auch die zweite Halbzeit. 45 Minuten, in denen sich der FCM mit offenem Visier zurückgekämpft hatte. In denen Schäfer in der Abwehr überzeugend agiert hatte. „In der zweiten Halbzeit“, so sein Urteil, „war es mein Spiel.“

Trainer Jens Härtel hatte von Dreier- auf Viererkette umgestellt. „Wobei man das am Ende eher nicht mehr Viererkette nennen konnte“, meinte Schäfer. Die beiden Außenverteidiger Nico Hammann und Nils Butzen standen derart hoch, dass Schäfer und Dennis Erdmann im Grunde nur noch als Zweier-Abwehr agierten.

Es hatte mitunter etwas von Kamikaze-Spielweise, der FCM lief naturgemäß vermehrt in Konter, in denen Schäfer aber meist überzeugend aufräumte. „In den letzten 20 Minuten habe ich gefühlt nur noch Eins-gegen-Eins gegen Koné gespielt. Es war echt anstrengend“, meinte Schäfer. Und wenn auch er nichts mehr ausrichten konnte, dann half das Glück: wie beim Lattentreffer oder beim Elfmeter von Koné.

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