Autor: Hans-Joachim Malli

Härtel-Elf schließt den Rückrundenauftakt mit verspätetem Gastspiel in Erfurt ab

Nachdem Neuling 1. FC Magdeburg und „Dino“ Rot-Weiß Erfurt am 24. Juli die neue Drittligasaison eröffneten, schließen beide Teams am heutigen Montag den ersten Rückrundenspieltag ab 18.30 Uhr im Erfurter Steigerwaldstadion ab.

Magdeburg l Das Auftaktspiel vor fast fünf Monaten an einem lauen Juliabend gewannen die Elbestädter durch ein Last-Minute-Tor von Lars Fuchs mit 2:1, ließen danach noch fünf weitere Heimsiege folgen und sind als Tabellensiebter bester Aufsteiger. Nur auswärts gingen die Blau-Weißen in der 3. Liga noch nicht als Sieger vom Platz, obwohl sie mehrfach dicht dran waren, dann aber mehrfach vom „Fluch der späten Gegentore“ getroffen wurden.

Nun soll also heute Abend im letzten Auswärtsspiel des Jahres der Bann gebrochen werden. Doch Vorsicht, die Blumenstädter sind vor ihrem ersten Saison-Heimspiel unter der Flutlicht auf der „Baustelle Steigerwaldstadion“ wie ein angeknockter Boxer. Nicht nur wegen der 1:3-Heimpleite gegen Kiel, als die auf Rang 16 abgestürzte Mannschaft mit Pfiffen verabschiedet wurde, lassen die Nerven in Thüringens Landeshauptstadt blank liegen.

Auch die mittlerweile fast vier Millionen Euro Verbindlichkeiten des Vereins, die Präsident Rolf Rombach auf der Mitgliederversammlung am Dienstag dieser Woche verkündete, tragen nicht gerade dazu bei, die Stimmung im Umfeld zu verbessern.

Diese Misstöne bei den Rot-Weißen interessieren FCM-Trainer Jens Härtel und seine Mannschaft eher am Rande, der Fokus liegt auf dem Spiel selbst. Zum einen ist man beim FCM froh, dass das aus Sicherheitsbedenken (Thüringens Polizei sah sich außerstande, Weihnachtsmärkte, Demonstrationen und Sportereignisse zeitgleich abzusichern) zweimal verschobene Spiel noch zeitnah über die Bühne geht. Zum anderen hat Härtel doch ein etwas mulmiges Gefühl, unter Flutlicht auf einer Baustelle zu spielen: „Das ist schon unangenehm und eine untypische Atmosphäre. Aber unter Flutlicht ist noch mal alles anders.“

Sportlich redet der FCM-Coach den heutigen Gegner durchaus stark: „Erfurt wird und kann nicht auf Halten spielen. Die werden uns sicherlich hoch anlaufen und versuchen, uns unter Druck zu setzen. Ich denke nicht, dass sie ihr Heil in Kontern suchen.“

Wie die Erfurter auf Carsten Kammlott müssen die Magdeburger auf Manuel Farrona-Pulido aufgrund der fünften Gelben Karte verzichten. Ansonsten sind beim FCM bis auf die langzeitverletzten Schiller sowie Michel Niemeyer und Ryan Malone (Reha) alle Spieler im Mannschaftstraining. Für Lukas Novy, der ebenfalls wieder mit dem Team trainiert, kommt das Erfurt-Spiel noch zu früh.

FCM-Torjäger Christian Beck baut indes für seine heutige Rückkehr an die alte Wirkungsstätte schon mal vor: „Ein Sieg wäre schon schön, sollte es aber nur zum Remis reichen, wäre dies ein weiterer Punkt auf dem Weg zum Klassenerhalt.“

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