Im Heimspiel am Sonnabend (14 Uhr) gegen den FSV Frankfurt zählt für den Fußball-Drittligisten 1. FC Magdeburg nur ein Sieg.

Magdeburg l Der Gegner ist allerdings unberechenbar, weil niemand weiß, wie sich der FSV nach dem feststehenden Abstieg präsentieren wird. Ein paar Fragezeichen hat deshalb auch die Analyse des kommenden Gegners bei FCM-Trainer Jens Härtel hinterlassen. „Es ist schwer nachzuvollziehen, warum der FSV so weit unten steht“, sagt der Coach. „Das Team war im Trainingslager im gleichen Hotel in Spanien. Ich hatte nicht das Gefühl, dass sie noch unten reinrutschen. In den Gesprächen, die man mitbekam, war auch zu hören, dass sie eher nach oben gucken.“

FSV mit guter Hinrunde

Nach der Hinrunde belegte Frankfurt mit 26 Punkten den zwölften Tabellenplatz und hatte nur sechs Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz. Durch eine Negativserie und bisher nur sieben Punkten aus 16 Spielen sowie dem Insolvenzantrag, dem ein Neun-Punkte-Abzug folgte, steht der FSV mittlerweile allerdings als Absteiger in die Regionalliga fest.

Das verleitet Härtel aber nicht dazu, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen: „Es ist eine schwierige Aufgabe, weil wir nicht wissen, wie der FSV aufläuft. Vielleicht ist die Mannschaft locker und fokussiert. Ich habe das als Spieler beim FSV Zwickau erlebt, als wir abgestiegen waren, aber trotzdem guten Fußball gespielt und Freiburg geschlagen haben.“ Für den FCM gelte es, mutig zu sein und das Spiel unbedingt gewinnen zu wollen. „Die Mannschaft, die es mehr will, wird sich auch durchsetzen“, so Härtel.

Gegen den FSV werden rund 18 000 Zuschauer erwartet. Dass der FCM bis zum Saisonende noch zweimal vor heimischer Kulisse spielt, könnte laut Top-Torjäger Christian Beck ein großer Faktor sein. „Die Fans sind sehr wichtig für uns. Sie können in dieser entscheidenden Phase die letzten Prozentpunkte für uns herausholen“, betont er.

Beck warnt und lobt die Fans

Auch Beck warnt vor dem kommenden Gegner: „Frankfurt ist eine Wundertüte. Die Spieler wollen sich noch mal anbieten und vermutlich für andere Vereine interessant machen. Wichtig ist, dass wir auf uns schauen und unsere Leistung bringen. Dann wird es schwer, uns zu schlagen.“

Noch nicht mit im Kader sein wird Richard Weil, der nach seinem Lendenwirbelbruch wieder ins Training eingestiegen ist, aber noch Rückstand aufholen muss.

Offiziell verabschiedet hat sich unterdessen Ahmed Waseem Razeek, der über Facebook mitteilte, dass er den Verein im Sommer verlassen wird. Bereits am 13. April vermeldete die Volksstimme seinen Abgang.

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