Für Fejzic wird es beim FCM langsam eng

FCM-Torhüter Jasmin Fejzic machte gegen Ingolstadt nicht den sichersten Eindruck. Trainer Jens Härtel erhöhte nach dem Spiel den Druck.

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Magdeburg l Jasmin Fejzic war genervt. Nach dem Ingolstadt-Spiel verzog er sein Gesicht, gab sich kurzsilbig, als es um das Gegentor zum 1:1 ging, den Schuss, der ihm durch die Finger geglitten war. „Ich habe mich irritiert gefühlt“, sagte er, „weil ein paar FCI-Spieler reinlaufen und ich warten muss, ob einer zum Kopfball geht.“

Keine gute Figur beim Gegentor

Der eine, der nach dem langen Freistoß von Sonny Kittel zum Kopfball ging, war Tobias Schröck. Er kam aber nicht mehr an die Kugel, die dann im Tor einschlug. Schiedsrichter Thorben Siewer hätte den Treffer zwar nicht geben dürfen, weil Schröck aus dem Abseits heraus aktiv eingriff. Aber selbst FCM-Trainer Jens Härtel kritisierte seinen Schlussmann: „Er sah definitiv nicht gut aus. Der Ball war lange in der Luft. Die Ingolstädter hätten ja auch vorher noch rankommen können. Wir müssen das jetzt noch mal in Ruhe auswerten.“

Fejzic wollte aber nichts von einem Fehler wissen. „Wir können jetzt bei jedem Gegentor, das ich bekommen habe, hinterfragen, ob es ein Fehler war oder nicht. Das ist mir egal, ich konzentriere mich auf meine Leistung und nichts anderes.“

Unsicher bei einigen Schüssen

Schon im ersten Spiel gegen St. Pauli, als ein Freistoß in der Torwartecke eingeschlagen war, hatte der Schlussmann in der Kritik gestanden. Und so wurde Härtel nach der Ingolstadt-Partie deutlich. „Es geht darum, dass er auf sein Top-Niveau kommt – das hat er momentan noch nicht. Jasmin muss seine Souveränität wiederfinden.“ Bei einigen leichten Schüssen musste Fejzic nachfassen, auch bei Abschlägen fehlte die Genauigkeit.

Ersatzkeeper Alexander Brunst hat seine Sache zuletzt im DFB-Pokal gegen Darmstadt gut gemacht – und würde nur zu gerne häufiger spielen. „Alexander ist dran, das hat er gezeigt“, sagte auch Härtel. „Wir sind im Leistungsfußball. Das weiß auch Jasmin. Er muss am Ende des Tages die Bälle halten, die auf das Tor kommen. Es ist klar, dass er daran auch gemessen wird. Wir werden aber jetzt trotzdem keine Kurzschlusshandlungen vornehmen.“

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