Volksstimme vom 09.11.2015
Autor: Thomas Juschus
FCM schlägt Münster mit 3:0 / 10. Saisontor für Beck / Malone am Knie verletzt

Der 1. FC Magdeburg hat sich mit einem 3:0 (2:0)-Heimsieg gegen Preußen Münster auf den fünften Tabellenplatz der 3. Liga vorgearbeitet. Nach einer glücklichen Startphase schossen Christian Beck, Lars Fuchs und Marius Sowislo den Aufsteiger zu einem verdienten Erfolg.

Magdeburg l Jens Härtel ist kein großer Freund von Statistiken. Die Zahlen vom Heimsieg gegen Münster, dem sechsten der Serie, haben aber auch dem FCM-Cheftrainer zumindest ein bisschen imponiert. Und deshalb gab es zwei Tage trainingsfrei, nachdem seine Mannschaft den bislang auswärts komplett und zuvor zehnmal in Folge ungeschlagenen Tabellenzweiten mit einem 3:0 im Gepäck zurück nach Westfalen geschickt hatte. Die gefürchtete Beton-Abwehr der Preußen war phasenweise ein Spielball von Christian Beck, Manuel Farrona-Pulido & Co.

Am verdienten Erfolg der Gastgeber vor einem euphorisierten Publikum (siehe Extra-Story) ließ Gästetrainer Ralf Loose später keinen Zweifel, wies aber zu Recht auf die aus FCM-Sicht glückliche Startphase hin. Härtel hatte nach dem kurzfristigen Ausfall von Verteidiger André Hainault (Grippe) auf eine 3-5-2-Formation gesetzt, die aber überhaupt keinen Zugriff auf die Gegner fand und vor allem Gästestürmer Marcel Reichwein Chancen im Minutentakt eröffnete.

Mit der Umstellung (4-3-2-1) und dem 10. Saisontor von Christian Beck (10.) nach glänzendem Zuspiel von Marius Sowislo lief das Spiel in Richtung der Magdeburger. Zwar ließ Münster immer wieder seine Torgefährlichkeit aufblitzen, das von Jan Glinker stark gehütete FCM-Tor war aber wie vernagelt. Und als in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit Lars Fuchs die halbe Münsteraner Abwehr austanzte und zum 2:0 (45.+1) abschloss, war das Spiel fast schon für die Magdeburger gelaufen.

„Ich hatte ehrlich gesagt selber den Überblick verloren. Und dass ich dann mit dem rechten Huf treffe, den ich nur zum Stehen habe, ist umso schöner“, sagte Fuchs, der anschließend zum Jubeln an die Eckfahne eilte, dort aber sein geplantes Tänzchen schnell wieder abbrach. „Tanzen kann ich gar nicht“, so der Lenker und Denker, der nach 67 Minuten entkräftet aus dem Spiel ging.

Mit der Führung im Rücken zog sich der FCM nach der Pause geschickt zurück, hatte aber trotzdem die besseren Chancen. Steffen Puttkammer verpasste mit einem Flugkopfball nach Ecke knapp das Tor (59.), Manuel Farrona-Pulidos Schuss aus 16 Metern nach einem sehenswerten Solo klatschte an die Unterkante der Latte (65.). So dauerte es bis zur 81. Minute, ehe Kapitän Marius Sowislo nach Zuspiel von Niklas Brandt mit seinem Tor zum 3:0 endgültig alles klar machte für den Heimsieg.

„Das frühe Tor hat dem Gegner brutal in die Karten gespielt“, haderte Preußen-Torwart Niklas Lomb später und trauerte den eigenen vergebenen Chancen hinterher. Der FCM überzeugte dagegen mit großer Effektivität: „Wir haben diesmal gnadenlos zugeschlagen“, sagte Sowislo. Pechvogel des Tages war Ryan Malone. Der US-Boy schied mit dem Verdacht einer Innenbandverletzung im rechten Knie Mitte der ersten Hälfte aus.

Mehr Bilder gibt es unter: www.volksstimme.de/fcmscp

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