Von Manuel Holscher ›

Beim Blick auf die Ergebnisse der Drittliga-Konkurrenz im DFB-Pokal relativiert sich für Maik Franz, Sportchef des 1. FC Magdeburg, einiges.

Magdeburg l Maik Franz war hin- und hergerissen. Mit der Leistung seiner Mannschaft beim 0:1 im DFB-Pokal gegen den Erstligisten SC Freiburg konnte der Sportchef des 1. FC Magdeburg eigentlich gut leben.

Eigentlich. Denn eins machte Franz nach dem Ausscheiden ganz klar: „Wir dürfen uns mit Niederlagen nicht zufriedengeben. Das haben wir in Magdeburg noch nie gemacht.“

Was Franz zu denken gibt: Nicht nur der FCM bot im DFB-Pokal einem Favoriten Paroli. Im Gegenteil: Die Drittligisten Duisburg (2:0 gegen Fürth) und Kaiserslautern (2:0 gegen Mainz) gewannen sogar, Würzburg (4:5 im Elfmeterschießen gegen Hoffenheim), Mannheim (3:5 gegen Frankfurt) und Chemnitz (5:6 im Elfmeterschießen gegen Hamburg) kratzten an einer Überraschung. „Das relativiert auch unsere Leistung ein bisschen. Manche Konkurrenten waren besser drauf als wir. Chemnitz hat zum Beispiel zwei, Würzburg sogar drei Tore geschossen“, betont Franz. Und: „Bei uns war vieles gut, aber wir haben ganz sicher nicht alles richtig gemacht. Freiburg war an diesem Tag schlagbar, wir haben es aber nicht geschafft.“

Pokal-Form in den Drittliga-Alltag einbauen

Vor dem Drittligaspiel am Freitag (19 Uhr) bei eben jenen Chemnitzern fordert der Sportchef deshalb vollen Fokus: „All das, was gegen Freiburg gut war, müssen wir auch in den Drittliga-Alltag einbauen. Wir dürfen nicht den Fehler machen, zufrieden zu sein. Wir müssen wach bleiben.“

Das im DFB-Pokal gezeigte Pressing, das Umschaltspiel und auch die kompakte Defensive müsse das Team auch in Chemnitz zeigen. „Die Basis war gegen Freiburg richtig gut. Wir müssen uns jetzt aber Schritt für Schritt im Detail verbessern. Die Partie in Chemnitz hat richtungsweisenden Charakter“, erzählt Franz.

Vergleiche mit der vergangenen Saison

Die Situation sei vergleichbar mit der vergangenen Saison, als viele nach einem 1:1 gegen Paderborn laut Franz zu zufrieden war. In der Folge bekam der FCM die Quittung, unterlag jeweils 0:1 in Duisburg und gegen Sandhausen – und erholte sich von diesen Rückschlägen nicht mehr.

So weit soll es jetzt nicht kommen. „Wir wollen den gleichen Fehler nicht noch mal machen. Deshalb dürfen wir jetzt keinen Schritt nachlassen, nur weil es zuletzt in Meppen und gegen Freiburg für uns besser aussah“, sagt er.

Der FCM vor heißem Ostderby in Chemnitz

Klar ist: Der FCM steht in Chemnitz vor einer komplizierten Partie. Die Stimmung ist beim CFC wegen des Rausschmisses von Stürmer Daniel Frahn aufgeheizt, die Mannschaft präsentierte sich aber im Pokal auch ohne Frahn stark. Außerdem ist die Stimmung in einem Ostderby unter Flutlicht immer speziell. „Es sollte uns bewusst sein, was auf uns zukommt“, sagt Franz.

Was die Sache zusätzlich erschwert: Am Dienstag um 18 Uhr spielt der Club im Landespokal beim Landesklassisten Blau-Weiß Gerwisch, reguläre Trainingseinheiten sind deshalb in diesen Tagen rar. „Wir wollen die Aufgabe im Landespokal seriös angehen und souverän weiterkommen. Durch das Spiel sind die Tage aber auseinandergezogen“, so Franz.

Für den Sportchef ist aber trotz aller Warnungen auch klar: „Wenn wir es schaffen, in Chemnitz all das auf den Platz zu bringen, was uns gegen Freiburg ausgezeichnet hat, bin ich davon überzeugt, dass wir dort erfolgreich sein werden.“

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