Franz vom FCM mag keine Rechenspiele

Der 1. FC Magdeburg könnte mit einem Sieg in Wiesbaden einen Riesenschritt in Richtung Aufstieg machen.

Von

Magdeburg l Maik Franz, Assistent der FCM-Geschäftsführung, will aber nichts von Vorentscheidungen und sonstigen Rechenspielen wissen.

Franz war nach dem 2:0 gegen den Karlsruher SC fix und fertig. „Die Partie hat mich mitgenommen“, gibt er im Rückblick zu. Das lag weniger daran, dass der 36-Jährige mal beim KSC spielte und dort eine höchst erfolgreiche Zeit erlebte. Vielmehr war die Bedeutung des 2:0-Sieges für den FCM enorm.

Aufstiegskampf wie ein 100-Meter-Lauf

Franz verglich den Aufstiegskampf mal mit einem 100-Meter-Lauf. Schritt für Schritt kommt die Mannschaft dem Ziel näher. „Jetzt sind wir auf der Zielgeraden und haben noch zehn Meter vor uns“, sagt er und bleibt im Bild. „Auf diesen zehn Metern kann man aber noch stürzen. Wir sind noch nicht durch, es ist noch gar nichts entschieden. Der Sieg gegen den KSC war emotional, er fühlt sich riesig an. Wir haben jetzt aber in Wiesbaden das nächste Topspiel und einen schweren Gegner vor uns. Darauf müssen wir uns konzentrieren.“

Mit einem Erfolg beim Tabellendritten könnte das Team von Trainer Jens Härtel den Vorsprung auf den direkten Konkurrenten auf acht Punkte ausbauen und diesen mit einem Sieg im Nachholspiel am Dienstag (19 Uhr) in Jena sogar auf elf Zähler hochschrauben. Sollte der Tabellenvierte Karlsruhe mitspielen und am Wochenende gegen Rostock nicht gewinnen, könnte Magdeburg im Heimspiel gegen Fortuna Köln bereits den ersten Matchball haben.

Schlechte Erfahrungen gemacht

Von solchen Rechenspielen hält Franz überhaupt nichts. „Damit haben wir in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht. Wenn wir anfangen zu rechnen und zu gucken, was unter bestimmten Umständen passieren kann, machen wir schon den ersten Fehler. Wir sollten auf uns schauen und unsere Stärken einbringen. Die Partie in Wiesbaden wird zeigen, wo wir stehen, und ist deshalb entsprechend wichtig. Klar ist aber natürlich auch, dass wir dorthin fahren, um zu gewinnen“, sagt er.

Nach zwei vierten Tabellenplätzen in den vergangenen Jahren gelte es, den nächsten Schritt zu machen. „Wir haben all das, was jetzt auf uns zukommt, in den vergangenen Jahren in irgendeiner Form schon mal erlebt. Jetzt wird die Frage sein, ob wir das für uns positiv nutzen. Gegen Karlsruhe ist uns das gelungen, das war ein vergleichbares Spiel wie gegen Regensburg vor einem Jahr, das wir damals noch verloren hatten“, so Franz. „Der Großteil der Mannschaft kann auf eine gewisse Erfahrung zurückgreifen. Wir müssen es jetzt besser machen als in den vergangenen Jahren.“

Wie ein Heimspiel

Dass der FCM in Wiesbaden bei mehr als 2500 erwarteten Gästefans vor einem gefühlten Heimspiel steht, sollte die Mannschaft laut Franz zusätzlich antreiben. „Das alleine würde mich schon heiß machen und so wird es auch den Jungs gehen“, sagt er. „Es ist aber auch eine Kopfsache. Da besteht immer die Gefahr, dass die Ergebnisse plötzlich nicht mehr stimmen und es noch mal eng wird. Ich bin aber ein positiv denkender Mensch. Bei allem Druck sollten wir uns auch auf die kommenden Aufgaben freuen.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.