Nach vier Pflichtspielen in Folge ohne Sieg und Tor steht der 1. FC Magdeburg in der 3. Liga am Sonnabend (14 Uhr) in Köln unter Druck.

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Manuel Holscher

Manuel Holscher
Magdeburg l Maik Franz, Assistent der FCM-Geschäftsführung, warnt in diesem Zusammenhang aber vor Extremen.

Zu viel wollten die FCM-Verantwortlichen nach dem knappen 2:1 im Landespokal beim SC Naumburg nicht mehr über die Partie reden. „Wir waren nicht konsequent genug, deshalb war es ein enges Pokalspiel“, sagt Trainer Jens Härtel. „Wir müssen uns den Mund abputzen und weitermachen. Mit Fortuna Köln steht ein wichtiges Spiel am Wochenende an.“

Kaum Chance, sich auszuzeichnen

Im Landespokal standen viele Spieler in der Startelf, die zuletzt nicht so oft auf dem Rasen standen. Nachhaltig aufmerksam machten nur wenige auf sich. „Das ist in einer solchen Partie, in der wir uns nur knapp durchsetzen, auch nicht so einfach“, stellt Härtel klar. Selbstvertrauen konnten zumindest die Offensivspieler Felix Lohkemper und Christian Beck tanken, die jeweils trafen.

Für Maik Franz, Assistent der FCM-Geschäftsführung, war das Spiel in Naumburg so wie es dem Club sonst manchmal im DFB-Pokal geht. „Der unterklassige Verein wächst in solchen Spielen oft über sich hinaus und macht es dem Favoriten somit schwer“, sagt er.

In Köln und gegen den HFC gilt es

Rückschlüsse auf die momentane Formdelle des FCM, der in der 3. Liga seit drei Spielen ohne Sieg und Tor ist, wollte er aber nicht schließen. „Ich halte nichts davon, jetzt in Panik zu verfallen. Wir sind nach dem tollen Saisonstart auch nicht euphorisch gewesen. Es ist wichtig, das richtige Mittelmaß zu finden“, so Franz. „Nach den kommenden zwei Partien in Köln und im Derby gegen Halle werden wir sehen, wo wir stehen.“

In diesen Spielen müsse der FCM etwas Zählbares mitnehmen. Dann sei die Richtung, in die es gehen soll, besser sichtbar. Jetzt sei dagegen der falsche Zeitpunkt, eine Krise herbeizureden. „Wir haben immer noch eine hervorragende Ausgangsposition. Die 3. Liga ist aber sehr ausgeglichen. Es gibt viele 50:50-Spiele und keine Übermannschaft. Deshalb ist es wichtig, dass wir wieder an die 100-Prozent-Grenze kommen, um erfolgreich zu sein“, stellt er klar. Mit 31 Punkten nach 15 Spielen hat der Verein zehn Punkte mehr als vor einem Jahr zum gleichen Zeitpunkt auf dem Konto. Außerdem könnten die 33 Zähler nach der Hinrunde 2016/17 bereits in Köln übertroffen werden.

Fortuna hat Düsseldorf besiegt

Mit Fortuna wartet am Sonnabend aber eine Mannschaft auf den FCM, die momentan sehr gut drauf ist. Zuletzt setzte sich das Team mit 3:1 in einem Testspiel gegen Zweitliga-Tabellenführer Fortuna Düsseldorf durch, zudem stehen in der Tabelle wie beim Club 31 Punkte auf der Habenseite. „Wir haben mit Köln aber noch einige Rechnungen offen und wollen dort das wahre Magdeburger Gesicht zeigen“, sagt Franz. „Wenn wir an unsere Leistungsgrenze gehen, sind wir schwer zu schlagen. Das sollten wir in Köln zeigen.“

Über mögliche personelle Verstärkungen möchte der Assistent der FCM-Geschäftsführung noch nicht nachdenken: „Im Verein gibt es da eine klare Meinung. Die Mannschaft genießt unser absolutes Vertrauen. Wir sehen momentan keinen zwingenden Bedarf. Es ist aber auch klar, dass unser Ziel eine stetige Weiterentwicklung ist. Sollte im Januar jemand dazukommen, muss es perspektivisch passen, und derjenige sollte uns sofort verstärken.“

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