Ein Wiedersehen mit 2758 Tagen Anlauf. Der ehemalige HSV-Trainer Michael Oenning (53) kehrt erstmals nach seinem Ende am 19. September 2011 mit einem Team in den Volkspark zurück. Mit Magdeburg will er es dem HSV am kommenden Montag so schwer wie möglich machen.

BILD: Wie sehr freuen Sie sich auf die Partie?

Oenning: „Sehr sogar. Meine Familie lebt noch in Hamburg. Ich bin recht oft da, spiele sogar, wenn es die Zeit erlaubt, für die HSV-Altliga. Ich bin in der Hansestadt immer präsent. Kurzum: Es gibt viele Gründe, dass es ein besonderes Spiel für mich ist.“

BILD: Sie haben beim Pokal-Viertelfinale des HSV in Paderborn spioniert. Welchen Eindruck haben Sie gewonnen?

Oenning: „Ich habe in dieser Saison schon viele Spiele des HSV gesehen. Erstmal war ich in Paderborn überrascht, dass der HSV dort mit Dreierkette agiert hat. Insgesamt waren die Hamburger sehr griffig.“

BILD: Wo wird der HSV am Saisonende landen?

Oenning: „Ich denke, dass die Hamburger dringend in die erste Liga zurück müssen. Ich weiß, dass diese Aussage nicht überraschend kommt, aber am Ende werden Köln und der HSV aufsteigen.“

BILD: Was wird für Ihre Mannschaft Montag am wichtigsten sein?

Oenning: „Dass wir mutig spielen, uns von äußeren Einflüssen frei machen. Wir versuchen zu attackieren, zu agieren, wollen mitmachen.“

BILD: Pierre-Michel Lasogga traf in Paderborn doppelt, kommt auf 19 Pflichtspiel-Treffer. Wie wollen Sie Hamburgs Tormaschine stoppen?

Oenning: „Entscheidend ist es, dass man Lasogga so weit wie möglich von unserem Tor fern hält, keine Flanken zulässt. Es ist ja kein Geheimnis, dass Pierre bei Hereingaben sehr gefährlich ist.“

BILD: Sie sind seit dem 14. November 2018 Magdeburg-Coach. Wie ist das Leben flussaufwärts an der Elbe?

Oenning: „Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich noch keine Zeit gehabt habe, mir die schönen Punkte der Stadt anzuschauen. Mein Augenmerk beschränkt sich zurzeit nur aufs Sportliche.“

BILD: Was für eine Mannschaft haben Sie vorgefunden?

Oenning: „Wir haben hier eine richtig gute Truppe. Wir haben im Abstiegskampf alles in eigener Hand. Die Jungs haben schon tolle Spiel gezeigt.“

BILD: Trotz der fan-unfreundlichen Montagsansetzung werden über 6000 Magdeburger ihren Verein nach Hamburg begleiten.

Oenning: „Ich bin ein wenig traurig, dass die Partie nicht an einem Samstag stattfindet. Dann wären wohl noch mehr Fans von uns gefahren. Aber ich freue mich über diese sensationelle Unterstützung.“


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