Auf ein Wiedersehen mit dem 1. FC Magdeburg freut sich Ex-FCM-Torhüter Torhüter Leopold Zingerle, der jetzt beim SC Paderborn spielt.

Von
Manuel Holscher

Paderborn l Am Dienstag (19 Uhr, live bei Telekom Sport) tritt der FCM beim SC Paderborn an. Der 23-jährige Zingerle wechselte im Sommer zum Tabellenführer und fühlt sich wohl. Daran ändern auch Fehler wie beim 1:1 in Münster nichts.

Auf Anhieb Stammkeeper in Paderborn

Zingerle hat sich nach seinem Wechsel im vergangenen Sommer vom FCM zum SC Paderborn auf Anhieb als Stammtorhüter etabliert und zu einem Rückhalt seiner Mannschaft entwickelt. 25 Partien absolvierte der gebürtige Münchner bisher für seinen Verein und blieb dabei zehnmal ohne Gegentreffer.

Wenn ein Torhüter allerdings mal einen Fehler macht, dann führt dieser meistens gleich zum Gegentreffer. So war es am Sonnabend beim 1:1 in Münster, als Zingerle nach einem Rückpass klären wollte, dabei aber unglücklich Preußen-Stürmer Adriano Grimaldi anschoss, der zur zwischenzeitlichen Führung traf. Zuvor beim 0:1 in Erfurt musste der Schlussmann wegen einer Notbremse mit Rot vorzeitig vom Platz. Theodor Bergmann verwandelte den folgenden Freistoß zum Siegtreffer. „So etwas sollte natürlich nicht passieren, und ich würde die Situation gegen Erfurt jetzt sicherlich anders lösen“, sagt Zingerle selbstkritisch. „Für mich war es der erste persönliche Rückschlag in dieser Saison. Fehler sind aber menschlich, können passieren und gehören dazu.“

Da die Partie in Meppen abgesagt wurde, musste er drei Wochen auf seinen nächsten Einsatz warten. „Das war ein bisschen blöd.“ Aus Fehlern könne man aber auch immer einiges lernen und danach noch besser werden.

Glücksfall Paderborn

Der Wechsel von Magdeburg nach Paderborn sei für ihn im Rückblick ein Glücksfall gewesen. „Mir hätte in dem Moment nichts Besseres passieren können“, so Zingerle. Nachdem sein Vertrag beim FCM nicht verlängert wurde, entschied er sich für den ehemaligen Bundesligisten, der sportlich in die Regionalliga abgestiegen war, durch den Absturz des TSV 1860 München aber doch noch in der 3. Liga blieb.

In dieser Saison sorgte die neu zusammengestellte Mannschaft dann von Beginn an für Furore. „Es hätte für uns nicht viel besser laufen können“, betont der Torhüter. Schon lange steht Paderborn mit an der Tabellenspitze, dominiert die Gegner häufig und schoss bereits 56 Tore. „Wir haben uns konstant oben etabliert, obwohl wir im Sommer eigentlich bei null angefangen hatten. Mit einem solchen Erfolg war nicht zu rechnen“, stellt Zingerle klar.

Leistungsdelle in den letzten Wochen

Momentan hat Paderborn allerdings eine ähnliche Leistungsdelle wie der FCM zu Beginn des Jahres 2018. Seit fünf Pflichtspielen ist der Verein ohne Sieg und erzielte dabei auch nur zwei Tore.

Wie dominant der SCP und der FCM in dieser Saison aber sind, wird dadurch deutlich, dass beide Vereine trotz der Schwierigkeiten der vergangenen Wochen immer noch punktgleich mit 53 Zählern an der Spitze stehen. „Ich freue mich auf das Duell mit dem FCM“, sagt Zingerle. „Ich habe noch viel Kontakt mit Nico Hammann und Christopher Handke. Aber auch mit den anderen Jungs im Team habe ich mich immer gut verstanden.“

Auch auf die Kulisse freut er sich. „Es ist immer etwas Besonderes, gegen einen Verein wie den FCM zu spielen, der viele Fans mitbringt“, sagt der Torhüter. „Es wird sicherlich eine sehr enge Partie.“

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