Das 1:2 (1:1) zu Hause gegen den FSV Mainz 05 II war für den Drittligisten 1. FC Magdeburg eine frustrierende Erfahrung.

Magdeburg l Die Mannschaft dominierte zwar, spielte sich aber kaum Torchancen heraus. Etwas überraschend war die Sicht von Trainer Jens Härtel nach der Partie. Mit hängenden Köpfen verließen die Spieler des FCM den Rasen. 1:2 musste sich die Mannschaft zu Hause vor 15 456 Zuschauern geschlagen geben.

FCM nutzt Überlegenheit nicht

Die Magdeburger schafften es nicht, die optische Überlegenheit konsequent zu nutzen. Das Team hatte zwar deutlich mehr Ballbesitz als Mainz, offenbarte aber im Spiel nach vorne einige Defizite. So gefällig der FCM phasenweise vor dem gegnerischen Strafraum kombinierte, so oft und fahrlässig verlor der Tabellenzweite im entscheidenden Moment den Ball. Der letzte Pass misslang auffällig oft. Zudem blieben die Standards, ob Ecken oder Freistöße, eine stumpfe Waffe.

Etwas überraschend war in diesem Zusammenhang dann die Analyse von FCM-Trainer Jens Härtel in der Pressekonferenz nach dem Spiel. „Gerade was wir in der ersten Halbzeit mit dem Ball gemacht haben, war mit das Beste in dieser Saison“, sagte er. Für einen spielerisch ansprechenden Eindruck alleine kann man sich aber nicht sonderlich viel kaufen. Der Trainer merkte deshalb an: „Im Fußball zählen Tore, und da haben wir viel zu wenig gemacht.“ Allerdings bezog sich Härtel dabei auf zahlreiche Chancen, die seine Mannschaft gehabt habe. Mit der Einschätzung sorgte er für Verwunderung. Der FCM hatte zwar häufig den Ball, zwingende Chancen waren aber über die gesamte Spielzeit Mangelware.

Härtel bemängelt Ballverluste

Bemängelt wurde von Härtel, dass gute Ballgewinne zu schnell wieder hergegeben wurden. Viel zu einfach machte es Magdeburg dem Gegner beim 0:1 in der achten Minute, als Aaron Seydel den Ball unbedrängt nach einem langen Pass von Alexander Hack annehmen konnte und zur Mainzer Führung verwandelte.

Wie es gehen muss, bewies der FCM dann in der 35. Minute. Nach einer Flanke von Nico Hammann kam Kapitän Marius Sowislo an den Ball, bewies Übersicht und leitete an Tobias Schwede weiter, der zum Ausgleich einschob. Von solchen Szenen war ansonsten aber nicht viel zu sehen. Dass der Siegtreffer der Gäste durch einen Sonntagsschuss von Niki Zimling fiel (53.), passte noch ins Bild. „Der finale Pass hat oft gefehlt. Natürlich ärgern wir uns, weil wir viel investiert haben“, sagte Sowislo nach der Partie. „Wir müssen uns jetzt schütteln, am Freitag geht es gegen Münster schon weiter.“

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