Der erfahrene Mittelfeldspieler Jürgen Gjasula will die Testspiele beim 1. FC Magdeburg nicht überbewerten.

Von Manuel Holscher ›

Schöningen l Nach getaner Arbeit gegen Rotherham setzte Jürgen Gjasula sein Pokerface auf. Von der Kritik, die vor dem 2:1-Sieg gegen Rotherham am Sonntag auf ihn und andere Führungsspieler eingeprasselt war, wollte er nichts gewusst haben. „Ich habe das gar nicht mitbekommen“, sagte er mit einem Grinsen.

Tests nicht überbewerten

Dass es Gjasula bei dieser Aussage mit der Wahrheit nicht ganz so genau nahm, wurde kurz darauf deutlich. Denn dem 33-Jährigen, der am Sonnabend in den Mannschaftsrat gewählt wurde, blieb der Gegenwind der vergangenen Tage natürlich nicht verborgen. Zur Vorbereitungszeit hat Gjasula aber eine ganz klare Meinung. „Ich gehe jetzt in meine 15. Profisaison, in der Vorbereitung wurden noch nie Preise verteilt“, sagte er.

Heißt: Für ihn zählt allein der 20. Juli, sprich der Drittligaauftakt gegen Eintracht Braunschweig. „Dann müssen wir voll da sein. Partien gegen einen unterklassigen Verein wie den BFC Dynamo dürfen wir nicht überbewerten.“

FCM: Gegen Braunschweig zählt’s

Wenn es am Sonnabend gegen Braunschweig geht, hofft auch Stefan Krämer auf einen Gjasula in Top-Form. Viel deutet nämlich darauf hin, dass der FCM-Trainer seinen erfahrenen Mittelfeldspieler von Beginn an auflaufen lassen wird. Nach dem Test gestern war er jedenfalls voll des Lobes. „Jürgen war sehr gut, war Taktgeber im Zentrum. Er hat fast jeden Zweikampf gewonnen, kaum Fehlpässe gespielt“, sagte Krämer. „Das war eine Reaktion, wie ich sie mir nach dem Test beim BFC Dynamo gewünscht habe.“

Weniger gewünscht hatte sich Krämer die Reaktion auf ein Foul von Matt Crooks in der 22. Minute, als Jürgen Gjasula seinen Gegenspieler von hinten attackierte. Der wiederum nahm den Vorfall recht locker – und lächelte erneut. „Ich bin halt ein temperamentvoller Spieler.“

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