Drei Siege in Folge – die englische Woche hätte für den Drittligisten 1. FC Magdeburg nicht besser laufen können.

Von
Manuel Holscher

Magdeburg l Am Sonntagnachmittag gewann der FCM mit 2:1 (2:0) gegen die Würzburger Kickers. Tobias Schwede und Richard Weil trafen. In der Schlussphase musste der Club allerdings um den Erfolg bangen.

„Wir sind perfekt ins Spiel gekommen. Wir wollten uns über frühe Ballgewinne Chancen erspielen. Das ist Tobias Schwede dann auch früh gelungen“, sagte FCM-Trainer Jens Härtel. „Nach der Pause hat man aber schon gesehen, dass einige Jungs wegen der englischen Woche platt waren. Im Nachhinein hätte ich vielleicht sogar noch mehr rotieren müssen. Mit etwas Glück und Geschick haben wir den Vorsprung noch über die Zeit gebracht.“

Härtel wechselt System

Der Coach wechselte im Vergleich zum 2:1-Sieg in Meppen auf drei Positionen. Für Christopher Handke, Marius Sowislo und Andreas Ludwig liefen zu Beginn der Ex-Würzburger Richard Weil, Dennis Erdmann und Tobias Schwede auf. Härtel änderte auch sein System, von einem 3-5-2 auf ein 3-4-3 mit Christian Beck als Stoßstürmer. Nicht in den Kader schaffte es diesmal Gerrit Müller, Felix Lohkemper und Steffen Schäfer wurden nach ihren überstandenen Verletzungen noch geschont. „Wir haben einen breiten Kader. Es tat mir sehr leid, Gerrit nicht nominieren zu können, er hatte gut trainiert“, so Härtel.

Der Club startete vor 15.922 Zuschauern wie schon gegen Erfurt und auch in Meppen optimal. Nachdem Anthony Syhre einen Pass vor dem eigenen Strafraum annahm, wurde er von Schwede bedrängt. Der Magdeburger sicherte sich den Ball und verwandelte zur frühen Führung (7.). Dann wurde Philip Türpitz im Strafraum von Sebastian Neumann gefoult, Schiedsrichter Christian Dingert entschied sofort auf Strafstoß (9.). Der Ex-Würzburger Weil nahm sich den Ball und verwandelte souverän zum 2:0 (10.).

Härtel bewies mit seinen personellen Wechseln ein goldenes Händchen, mit Schwede und Weil trafen zwei Spieler, die er neu in die Startelf beordert hatte. „Nach der Führung hätten wir es besser ausspielen müssen. Wir haben Würzburg unnötigerweise wieder in die Partie kommen lassen“, sagte Schwede. „Daran müssen wir arbeiten, das war auch in der vergangenen Saison ein Problem.“

Würzburg macht am Ende Druck

Bis zur 80. Minute, als der eingewechselte Ex-Magdeburger Enis Bytyqi für Würzburg verkürzte, hatten die Kickers zwar mehr Ballbesitz, aber kaum Chancen. Mit dem ersten Treffer startete der Zweitliga-Absteiger aber noch mal eine furiose Schlussphase, in der Dennis Mast (82./87.) und Bytyqi (90.+2) den Ausgleich knapp verpassten.

Kurz vor dem Schlusspfiff hatten die FCM-Fans dann noch mal den Torschrei auf den Lippen, als Schwede traf. Dingert pfiff den Treffer aber wegen Abseits zurück (90.+5).

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