Von Manuel Holscher ›

Der 1. FC Magdeburg hat am Dienstagabend bei Hansa Rostock über weite Strecken enttäuscht.

Rostock l Leise lief im Hintergrund die Vereinshymne von Hansa Rostock. Normalerweise wird diese vor einem Ostderby gegen den 1. FC Magdeburg von mehr als 25 000 Zuschauern besonders laut gesungen. Am Dienstag waren nur einige hundert Fans zu hören, die sich vor dem Ostseestadion eingefunden hatten. Ansonsten war es im leeren Stadion so still wie noch nie, wenn beide Teams aufeinandertrafen.

Beim 1:3 (0:1) in Rostock kam der FCM mit den ungewöhnlichen Umständen deutlich schlechter zurecht als der Gegner. FCM-Trainer Claus-Dieter Wollitz warf einmal mehr die Rotationsmaschine an, wechselte im Vergleich zum 1:1 gegen den KFC Uerdingen auf sieben Positionen. Nur die Achse um Torhüter Morten Behrens, Abwehrspieler Tobias Müller, Mittelfeldspieler Jürgen Gjasula und Stürmer Christian Beck blieb in der Startelf. In der Innenverteidigung feierte Philipp Harant sein Startelf-Debüt.

FCM vorne wieder harmlos

Die Partie begann recht flott. Der Club stand defensiv sicher und setzte auf ein schnelles Umschaltspiel. Gjasula lief diesmal im 3-5-2-System als einziger Sechser vor der Dreierkette auf.

Wie so oft in dieser Saison war der FCM in der Vorwärtsbewegung zu harmlos. Das Team brachte den Ball in der ersten halben Stunde kaum vor das gegnerische Tor. Rostock hingegen war dem Führungstreffer deutlich näher: Einen Schuss von Mirnes Pepic wehrte Björn Rother zur Ecke ab (34.), kurz darauf war der Ex-Magdeburger Nils Butzen mit einem Schuss gefährlich (36.).

Rostock trifft per Elfmeter

Nach einem Foul im Strafraum von Philipp Harant an Aaron Opoku verwandelte Maximilian Ahlschwede den fälligen Elfmeter zur Führung der Gastgeber (42.). Wieder einmal musste der Club einem Rückstand hinterherlaufen.

In der Pause wechselte Wollitz zweimal: Für Brian Koglin und Björn Rother kamen Patrick Möschl und Mario Kvesic in die Partie.

FCM-Talent Harant verletzt sich

Zu allem Überfluss verletzte sich dann Debütant Harant bei einer Grätsche gegen Verhoek am rechten Sprunggelenk und musste ausgewechselt werden (54.). Für ihn wurde Sirlord Conteh eingewechselt.

Die Gäste waren trotz der Offensivwechsel ungefährlich. Besser machte es Hansa: Nach einer schönen Kombination passte Verhoek auf den eingewechselten Nico Granatowski, der zum 2:0 traf (70.).

Elfmetertreffer durch Gjasula

Die Partie schien eigentlich gelaufen zu sein. Doch fast aus dem Nichts kam der FCM zum Anschlusstreffer: Mario Kvesic dribbelte in den Strafraum und wurde von Rostocks Kapitän Julian Riedel zu Fall gebracht. Jürgen Gjasula verwandelte wie zuletzt gegen Uerdingen den Elfmeter (78.). Der Club war plötzlich hellwach – und vergab durch Costly die Riesenchance zum Ausgleich (82.).

Die Gäste witterten jetzt zwar ihre Chance, für den Ausgleich war die Zeit allerdings zu knapp. Dafür konterte Rostock noch einmal erfolgreich, Pascal Breier traf zum 3:1-Endstand für Hansa.

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