Der 1. FC Magdeburg hat das erste Zweitligaspiel der Vereinsgeschichte mit 1:2 (1:1) gegen den FC St. Pauli verloren.

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FCM-Trainer Jens Härtel setzte auf ein 4-3-3-System mit Nils Butzen (rechts), Tobias Müller, Steffen Schäfer (beide Innen) und Michel Niemeyer (links) in der Viererkette. Im defensiven Mittelfeld sicherten Björn Rother und Aleksandar Ignjovski den etwas offensiveren Rico Preißinger ab. Rother war bei Magdeburger Offensivaktionen, wie schon in der Vorbereitung erprobt, erster Organisator in der Zentrale.

Die Fans, die bereits in einer großen Gruppe um 11.30 Uhr gemeinsam aus der Stadt zum Stadion liefen, sorgten zum Anpfiff mit einem Banner, der sich über den gesamten Block U erstreckte, für Aufsehen. Darauf stand „Großer 1. FC Magdeburg“. Für viele Anhänger ging mit der ersten Zweitliga-Saison der Vereinsgeschichte ein Traum in Erfüllung.

FCM-Trainer Jens Härtel setzte auf ein 4-3-3-System mit Nils Butzen (rechts), Tobias Müller, Steffen Schäfer (beide Innen) und Michel Niemeyer (links) in der Viererkette. Im defensiven Mittelfeld sicherten Björn Rother und Aleksandar Ignjovski den etwas offensiveren Rico Preißinger ab. Rother war bei Magdeburger Offensivaktionen, wie schon in der Vorbereitung erprobt, erster Organisator in der Zentrale.

Die erste gute Chance des Spiels hatte der FCM in der fünften Minute, als Philip Türpitz über die rechte Seite kam und auf Christian Beck passte. Paulis Schlussmann Robin Himmelmann parierte aber sehenswert.

In der 16. Minute war es dann Beck, der sich in die FCM-Geschichtsbücher eintrug: Nach einem langen Kopfball von Butzen aus der Defensive verschätzte sich Philipp Ziereis. Der lange Stürmer hatte darauf spekuliert, behauptete den Ball, lief auf Himmelmann zu und ließ ihm keine Chance. Die Zuschauer bejubelten das 1:0 ähnlich laut wie den Gewinn der Drittliga-Meisterschaft Ende der vergangenen Saison. Die Partie war intensiv und von beiden Seiten leidenschaftlich geführt.

In der Folge versuchten die Gäste über mehr Ballbesitz Sicherheit zu bekommen. In der Offensive fanden die Hamburger bis dahin fast gar nicht statt. Bis zur 29. Minute, als Christophrer Buchtmann nach einem misslungenen Befreiungsschlag von Niemeyer etwas überraschend zum Ausgleich traf. Das Härtel-Team musste sich von diesem Rückschlag dann erst mal erholen. Der FCM war seltener am Ball und St- Pauli bestimmte das Tempo.

Nach der Pause waren Torszenen zunächst Mangelware. St. Pauli präsentierte sich weiterhin kompakt und ballsicher. Die Gastgeber kämpften sich hingen nach dem Ausgleich Schritt für Schritt zum Selbstvertrauen der Anfangsphase zurück. Stellvertretend dafür stand Neuzugang Ignjovski, der fast alle Zweikämpfe für sich entschied und Löcher stopfte.

In der Offensive vergab Preißinger eine vielversprechende Gelegenheit (62.) Nachdem Türpitz zurücklegte, flog sein Ball weit über das gegnerische Tor. Auf der Gegenseite war es erneut Buchtmann, der es aus der Distanz ersuchte (68.) FCM-Torhüter Jasmin Fejzic hatte aber keine Probleme.

Nachdem Schiedsrichter Frank Willenborg nach einem Zweikampf zwischen Niemeyer und Waldemar Sobota etwas umstritten auf Freistoß entschied, nahm sich Neuzugang Knoll den Ball und zirkelte ihn mit dem linken Fuß zur Gästeführung ins Tor (81.). Härtel reagierte mit einem Doppelwechsel – für Preißinger und Ignjovski kamen Felix Lohkemper und Richard Weil.

Die Platzherren versuchten noch mal alles, um doch noch zum Ausgleich zu kommen. Die letzte Chance hatte das Härtel-Team in der vierten Minute der Nachspielzeit durch einen direkten Freistoß von Türpitz, der aber über das Tor ging Der FCM unterlag, die Zuschauer feierten den Verein aber trotzdem mit lauten Gesängen.

FCM: Fejzic – Butzen, Müller, Schäfer, Niemeyer – Rother, Ignjovski (83. Weil) – Preißinger (83. Lohkemper) – Türpitz, Beck, Costly (78. Bülter).

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