Von Manuel Holscher ›

Über Geschmack lässt sich streiten. So auch darüber, ob die neuen Trikots des FC Magdeburg gelungen oder eher ein modischer Fehlgriff sind.

Magdeburg l Barbara und Lutz Liebecke mustern das neue Heimtrikot des 1. FC Magdeburg. Der weiße Kragen wird kritisch beäugt, die Verarbeitung des Stoffes genau ertastet.

Beide sind nicht nur Ehepartner, sondern auch Dozenten an der Schule für Mode und Design in Magdeburg. Ihr Blick für das handwerkliche und modische Design hat somit Gewicht.

Nach einigen Minuten bricht es dann aus Lutz Liebecke heraus. „Wenn es zu bunt wird, dann ist das gefährlich. Das neue FCM-Heimtrikot ist mir ein bisschen zu klassisch. Der weiße Streifen unter den Knöpfen hätte zudem tiefer sein müssen“, sagt er. „Das letzte Trikot hat mir deutlich besser gefallen.

Auch wenn sich über Geschmack sicherlich streiten lässt, hätten sich Barbara und Lutz Liebecke ein anderes Design gewünscht. „Mir kommt der Verein auf dem Trikot im Vergleich zu den prägnanten Sponsorenplatzierungen etwas zu kurz. Das Vereinslogo hätte größer sein sollen“, sagt Barbara Liebecke. Und: „Für mich ist der FCM blau-weiß und nicht nur blau. Das Trikot ist schließlich die Visitenkate.“

Wie findet Ihr das FCM-Trikot für 2019/2020?

Nicht verspielt genug?

Die beiden Mode-Experten sehen es wie viele Fans, die sich ein etwas verspielteres Design gewünscht hätten. In diversen sozialen Netzwerken wurde das weiße Auswärtstrikot häufig sogar als „Schlafanzugoberteil“ bezeichnet. „Ich denke, dass viele Fans enttäuscht sind, weil die neuen Trikots zu bieder sind“, vermutet Lutz Liebecke.

Gerade beim Heimtrikot gehen die Meinungen aber manchmal auch auseinander. So gibt es einige Anhänger, denen besonders der Kragen und das klassische Design gut gefallen. FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik schwärmte vor der Präsentation, dass es „das schönste Trikot ist, das wir bisher kreiert haben“.

Barbara und Lutz Liebecke sehen das etwas anders. Begeistern können sie sich hingegen für die Trikots der vergangenen beide Jahre. „Das blaue Trikot mit dem weißen Streifen aus der Saison 2017/18 ist etwas Besonderes. Das war schwungvoll, mit einer Idee gestaltet und dadurch auch faszinierend“, lobt Barbara Liebecke.

In Zukunft würden sich beide freuen, wenn die FCM-Trikots mit Hilfe eines Design-Wettbewerbs bestimmt werden würden. „Dann würden die Fans mit einbezogen werden. Wenn wir in Schulen sind, zeichnen viele designinteressierte Kinder anfangs auffällig oft FCM-Trikots. Das Interesse daran ist groß. Ein Wettbewerb würde sicherlich spannende Ideen hervorbringen“, betont Lutz Liebecke.

Bis es so weit ist, werden die Diskussionen über die aktuellen Trikots sicherlich weitergehen. Geschmäcker sind eben verschieden.

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