Autor: Uwe Tiedemann

Club vor dem Verfolgerduell optimistisch / Hilfe für Beck

Vor dem Verfolgerduell beim wiedererstarkten VfL Osnabrück (Sonnabend, 14 Uhr, „osnatel Arena“) gibt sich Fußball-Drittligist 1. FC Magdeburg erstaunlich selbstbewusst.

Magdeburg l „Die Trauben hängen überall hoch, in Osnabrück aber besonders“, zollt FCM-Trainer Jens Härtel dem Gegner großen Respekt, der seit der Amtsübernahme von Joe Enochs als Cheftrainer am 24. August 2015 noch kein Heimspiel verloren und nach dem jüngsten Last-Minute-Sieg in Kiel (1:0) den FCM von Platz vier verdrängt hat.
Härtel kann weiter aus dem Vollen schöpfen

Doch der Club-Trainer traut seiner Elf durchaus eine Überraschung zu: „Osnabrück hat zu Hause schon einige Punkte liegengelassen. Wenn wir unser Spiel durchdrücken können und vorne effektiver als zuletzt agieren, sind wir in der Lage, etwas Zählbares mitzunehmen“, sagte Härtel, der mit 20 Feldspielern und drei Torhütern bis auf die Langzeitverletzten weiter aus dem Vollen schöpfen kann.

Als Aufsteiger, noch dazu in der Fremde, fühlen sich die Elbestädter bei einem der etabliertesten Drittligisten in ihrer Außenseiterrolle offenbar pudelwohl. Und eine stattliche Zuschauerzahl – die Niedersachsen erwarten in dieser Saison erstmals mehr als 10 000 Besucher – dürfte die Club-Kicker eher beflügeln statt zu beeindrucken.

Härtel bemüht sich derzeit vor allem um eines – Gelassenheit. „Man muss zwei 0:0-Spiele in Folge nicht zu sehr thematisieren. Wir wissen schließlich, wo wir herkommen. Außerdem habe ich die Auftritte nicht so negativ gesehen wie einige Medien. Es gab zuletzt gegen Fortuna Köln genügend kreative Momente“, befand der 46-Jährige, der auch die Ladehemmung von Torjäger Christian Beck (seit 372 Minuten ohne Erfolgserlebnis) nicht überbewerten will: „Wir verfallen deswegen nicht in Hektik. Wichtig ist, dass er bissig bleibt, nicht verzagt. Dann trifft er auch wieder. Außerdem haben wir genügend andere Spieler, die in der Lage sind, Tore zu erzielen.“

Auch Mittelfeldakteur Jan Löhmannsröben nahm seinen Mitspieler in Schutz: „,Beckus‘ hat schon genug Tore für uns gemacht. Sonst würden wir nicht so top dastehen.“ Und auf die Chancen fürs Spiel angesprochen, gab sich der 24-Jährige kämpferisch: „Ich bin überzeugt davon, dass wir was reißen können.“

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