Der 1. FC Magdeburg könnte bereits am Sonnabend mit einem Sieg gegen Fortuna Köln den Aufstieg in die 2. Bundesliga perfekt machen.

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Magdeburg l Voraussetzung dafür ist allerdings ein Erfolg am Dienstagabend (19 Uhr) im Nachholspiel beim FC Carl Zeiss Jena. Gerade jetzt drohen dem FCM gleich mehrere Ausfälle.

Harte Englische Wochen

Die Englischen Wochen im März und April haben Kraft gekostet. Nach dem 2:1 in Wiesbaden mussten mit Tobias Schwede (Adduktorenprobleme) und Nico Hammann (Schlag aufs Knie) zwei Spieler kürzertreten, ihr Einsatz heute in Jena ist deshalb unsicher. „Die Partie in Wiesbaden war sehr intensiv, und die Englische Woche kommt zur Unzeit. Wir müssen es aber so nehmen, wie es ist und werden trotzdem eine schlagkräftige Mannschaft zusammenbekommen“, sagte FCM-Trainer Jens Härtel.

Torhüter Jan Glinker musste bereits in Wiesbaden wegen einer Achillessehnenreizung pausieren und konnte am Sonntag nur eingeschränkt trainieren. Auch bei ihm entscheidet sich erst kurzfristig, ob er im Tor stehen wird. Sollte Glinker nicht spielen können, hat sich Härtel festgelegt, dass Alexander Brunst zwischen den Pfosten steht, der in Wiesbaden sein Drittligadebüt feierte. „Alexander wird spielen, wenn es bei Jan nicht geht. Er hat in Halle und Wiesbaden zuletzt zwei Spiele gemacht, die jeweils erfolgreich waren“, betonte der Coach. „Er weiß aber, dass er in der einen oder anderen Situation in Wiesbaden Glück gehabt hat. Er muss bei sich bleiben und die richtigen Werkzeuge für die richtige Situation anwenden.“

Definitiv fehlen wird unterdessen Kapitän Marius Sowislo, der in Wiesbaden seine fünfte Gelbe Karte kassierte und deshalb gesperrt ist. Auch die Langzeitverletzten Tarek Chahed, Gerrit Müller, Michel Niemeyer und Julius Düker sind nicht dabei.

Euphorie ist nicht hilfreich

Härtel betonte, dass sich die Mannschaft nicht von der momentanen Euphorie im Umfeld anstecken lassen darf. „Hilfreich ist diese Euphorie für uns auf gar keinen Fall. Wir haben einen wahnsinnigen Respekt vor dieser Liga. Wir wissen, wie schwer es ist, die Spiele Woche für Woche nach Hause zu bringen. Jeder freut sich darauf, gegen uns anzutreten“, sagte er.

So werde es auch heute sein. „Wir haben Jena zuletzt sehr oft gesehen. Sie sind aber nicht so leicht einzuschätzen, weil sie häufiger mal das Personal wechseln“, sagte er. „Das Team ist zu Hause aber eine richtige Macht. Jena hat 40 Punkte und null Druck. Wir haben zwar mehr Druck, das ist aber manchmal ganz gut, um eine richtige Top-Leistung rauszupressen. Ich erwarte von meiner Mannschaft, dass sie im Endspurt stabil bleibt.“

Härtel mag keine Extreme

Härtel hält nichts von Extremen. Von überschwänglichem Lob bis harscher Kritik sei in dieser Saison alles dabei- gewesen. „Das sind aber alles nur halbe Wahrheiten“, sagte er. „Wir wollen bissig bleiben und in Jena die nächsten drei Punkte einfahren.“

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