Jens Härtel, Trainer des Drittligisten 1. FC Magdeburg, ärgerte sich über die Absage des Spiels in Jena.

Von
Manuel Holscher

Magdeburg l Anstatt an der Seitenlinie in Jena zu stehen, leitete er eine kurzfristig angesetzte Trainingseinheit an der MDCC-Arena. Diese musste am frühen Morgen sogar noch mal vorverlegt werden, weil die U-19-Mannschaft des Clubs ein Punktspiel hatte.

Schwierige Wetterbedingungen

Nachdem kürzlich bereits das Heimspiel gegen den FSV Zwickau abgesagt werden musste, nimmt die Anzahl der englischen Wochen für den FCM weiter zu. „Es ist so, wie es ist. Jetzt müssen wir uns eben auf die Landespokalpartie in Halle vorbereiten“, sagte er. Am Mittwoch (20.30 Uhr) steht das Viertelfinale auf dem Programm.

Härtel haderte am Sonnabend mit dem Wetter. „Die Bedingungen sind momentan bescheiden. Der Trainingsplatz musste geräumt werden, damit wir trainieren konnten. So waren wir noch 45 Minuten auf dem Kunstrasenplatz, bevor die A-Jugend ihr Spiel hatte“, sagte er.

Veränderte Abläufe

Durch die wetterbedingte Absage des Ostderbys in Jena musste der Coach die gesamten Abläufe ändern. „Wir haben die Mannschaft gezielt auf Jena vorbereitet, und alle standen unter Spannung. Zwei Analysen haben wir mit Zwickau und Jena jetzt schon umsonst gemacht“, stellte Härtel klar. „Es ist immer ärgerlich, wenn man nachziehen muss und ein paar Partien vor sich herschiebt.“

Immerhin sei die Absage noch vor der Abfahrt des Mannschaftsbusses nach Jena erfolgt. „Das wäre das Schlimmste gewesen, wenn wir erst dorthin gefahren wären und dann am Spieltag erfahren hätten, dass es nicht stattfindet“, sagte er.

Härtel hat Halle-Spiel beobachtet

Die anstehenden englischen Wochen seien auf der einen Seite anstrengend, auf der anderen Seiten würden sich auch Chancen bieten. „Wenn die Ergebnisse positiv sind, kann eine englische Woche auch gut für die Mannschaft sein“, betonte der Trainer, der sich am Freitag die Partie des Halleschen FC gegen die Sportfreunde Lotte (1:0) angeschaut hatte. „Dort waren die Bedingungen sehr schwierig, deshalb konnten wir auch nicht so viel mitnehmen, als wenn sie auf einem normalen Platz gespielt hätten. Zu sehen war aber, dass sie die Bedingungen angenommen und das durchgedrückt haben, was sie machen wollten“, so Härtel. „Der HFC konnte sich aus der unteren Tabellenregion befreien, deshalb ist alles so aufgegangen, wie sie es sich vorgestellt hatten.“

Die Pokalpartie scheint übrigens wohl nicht gefährdet zu sein, da wieder Plusgrade angesagt sind. „Die Rasenheizung sollte es schon schaffen“, glaubt Härtel. „Endgültig wissen werden wir es aber erst, wenn wir am Mittwoch vor Ort sind.“

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