Drittligist 1. FC Magdeburg hat beim 2:0 in Osnabrück überzeugt. Die Systemumstellungen von Trainer Jens Härtel erwiesen sich als richtig.

Von
Manuel Holscher

 

Magdeburg l In den Anfangsminuten sah es zunächst nicht nach einem souveränen Auswärtssieg der Magdeburger aus. Dem FCM fehlte im zuvor erfolgreich praktizierten 3-4-3 der Zugriff, VfL-Offensivspieler Emmanuel Iyoha konnte sich ein-, zweimal über die linke Seite durchsetzen und hatte in der vierten Minute auch die Riesenchance zur Führung.

Erste Umstellung nach wenigen Minuten

„Wir haben schnell gemerkt, dass wir keinen richtigen Zugriff hatten und haben dann kurz nach der Chance von Iyoha umgestellt“, sagte Richard Weil. Der Club agierte dann in einem 4-3-3 mit Nils Butzen, Steffen Schäfer, Christopher Handke und Nico Hammann in der Viererkette. Abwehrchef Weil rückte ins defensive Mittelfeld zu Dennis Erdmann und Björn Rother auf. „Es war so abgesprochen, dass wir umstellen. Wir wollten mehr Präsenz im Mittelfeld haben“, sagte Weil. „Das ist uns gut gelungen, wir sind verdient mit 2:0 in Führung gegangen und hätten noch das dritte Tor nachlegen müssen.“

Weil machte in der neuen Rolle, die für ihn gar nicht so neu war, da er sie vor seiner Magdeburger Zeit häufiger ausgefüllt hatte, eine gute Figur. Er lief den Gegner immer wieder früh an und hatte dabei auch guten Zug nach vorne, wenn sich die Gelegenheit ergab.

Als der VfL nach der Pause von drei auf zwei Sturmspitzen umstellte, reagierte Härtel erneut und wechselte wieder auf eine Dreierkette zurück, zeitweise sogar auf eine Fünferkette. „Wir haben sehr flexibel reagiert und die Räume eng gemacht. Als Mannschaft haben wir leidenschaftlich verteidigt“, lobte der Trainer.

Abgeklärt nach dem 2:0

In der Offensive kam den Gästen nach der Führung durch Rother, der sein erstes Drittliga-Tor im FCM-Trikot erzielte (14.), der schnelle zweite Treffer durch den verwandelten Handelfmeter von Philip Türpitz entgegen (22.). Mit dem Vorsprung im Rücken waren die Gäste enorm abgeklärt.

Defensivspieler Weil sah aber auch Verbesserungspotenzial: „Wir müssen noch weniger Fehler machen und etwas ruhiger am Ball sein, damit der Gegner aufrücken und weite Wege gehen muss. Wenn wir die Balance verbessern, fällt uns das Spielen etwas leichter. Das ist jetzt der erforderliche nächste Schritt für uns.“

 

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